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Vereinigte Staaten

"Intercept"-Affäre: Russland bestreitet Cyberangriffe auf US-Wahl

Moskau hat eine versuchte Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl erneut mit Nachdruck zurückgewiesen. Die Website "The Intercept" hatte zuvor ein entsprechendes Dokument des US-Geheimdienstes NSA veröffentlicht.

USA Präsidentschaftswahl in Nevada (Reuters/D. Becker)

Russische Hacker sollen versucht haben an die Software der amerikanischen Wahlautomaten zu kommen

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow drückte sich in klaren Worten aus: "Diese Behauptungen entsprechen nicht der Wirklichkeit", sagte er in Moskau und fügte hinzu, es gebe keinerlei Belege für die Anschuldigungen. Die Enthüllungsplattform "The Intercept" hatte zuvor ein streng geheimes Dokument des amerikanischen Geheimdienstes NSA veröffentlicht.

Es soll belegen, dass Hacker mit Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst GRU über Monate hinweg versuchten, Informationen über die bei der Präsidentenwahl im November eingesetzte Hard- und Software zu erlangen. Unter anderem seien dafür Phishing-E-Mails versendet worden um Schadsoftware zu platzieren.

Außerdem habe es Versuche gegeben, Login-Daten zu stehlen. Wie erfolgreich die Bemühungen gewesen sind und welche Daten möglicherweise gestohlen wurden, bleibt allerdings unklar, wie es in dem NSA-Bericht heißt.

USA NSA Hauptqartier in Fort Meade (Getty Images/NSA-Handout)

Eine junge Frau, die für die NSA gearbeitet hat, wurde festgenommen, weil sie geheimes Material weitergegeben haben soll

FBI nimmt Whistleblowerin fest

Kurz nach Veröffentlichung des "Intercept"-Berichts wurde im US-Bundesstaat Georgia eine 25-jährige Angestellte eines privaten Dienstleisters der US-Geheimdienste festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, vertrauliche Informationen des NSA an die Enthüllungsplattform weitergegeben zu haben. "Die Veröffentlichung von geheimem Material ohne Autorisierung gefährdet die Sicherheit unserer Nation und untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierung", sagte Vizejustizminister Rod Rosenstein. "Intercept"-Sprecherin Vivian Siu sagte, das NSA-Dokument sei der Enthüllungsplattform anonym zugespielt worden. Man habe "keine Kenntnis über die Identität der Quelle."

Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte das Justizministerium zuletzt angewiesen, verstärkt gegen die Weitergabe vertraulicher Informationen vorzugehen. Trump steht wegen möglicher illegaler Kontakte seines Wahlkampfteams nach Moskau unter Druck.

Russland wird seit längerem vorgeworfen, den US-Wahlkampf mit Hackerangriffen zugunsten des späteren Wahlsiegers Trump beeinflusst zu haben. Die Regierung in Moskau weist die Anschuldigungen zurück.

uh/qu (rtre, ap, afp)

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