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Sport

Inter und Celtic Meister

Inter Mailand und Celtic Glasgow haben nicht nur die jeweilige Stadtmeisterschaft, sondern die nationalen Titel gewonnen und John Terry möchte im Training getreten werden - die Fußballnachrichten.

Marco Materazzi macht`s: Der Verteidiger erzielte das entscheidende Tor, Quelle: AP

Marco Materazzi macht`s: Der Verteidiger erzielte das entscheidende Tor

Celtic Meister

Celtic feiert, Quelle: AP

Celtic feiert

Celtic Glasgow ist zum dritten Mal in Folge schottischer Fußball-Meister. Nach dem 2:1-Sieg beim FC Kilmarnock ist Celtic bei vier noch ausstehenden Spielen der Titel nicht mehr zu nehmen, weil Lokalrivale und Rekordmeister Glasgow Rangers auf Platz zwei bereits 13 Punkte Rückstand vorweist. Den 41. Meistertitel der Grün-Weißen machte Shunsuke Nakamura mit seinem Siegtor in der 90. Minute perfekt. Den Führungstreffer von Jan Vennegor of Hesselink (24.) hatte Colin Nish (50.) ausgeglichen.

Vom "ewigen Zweiten" zum "Express-Meister"

Mit einem 2:1-Auswärtssieg beim AC Siena hat sich Inter Mailand (84 Punkte) bereits fünf Spieltage vor Ende der Serie A seinen 15. Meistertitel gesichert. Mit seinen zwei Toren in der 18. und 60. Spielminute war Marco Materazzi am Sonntag der Held des Tages. Verfolger AS Rom (68) verlor bei Atalanta Bergamo mit 1:2 und kann den Titelverteidiger nicht mehr einholen. Damit verwandelte Inter seinen zweiten "Matchball", nachdem es die vorzeitige Entscheidung am vorletzten Spieltag mit der 1:3- Heimniederlage gegen die Römer noch vergeben hatte. "Dies ist ein überwältigendes Gefühl ", sagte Inter-Trainer Roberto Mancini und bedankte sich bei seiner Mannschaft: "Ihr habt einen großartigen Charakter bewiesen." Bis zum befreienden Meisterjubel

Inter feiert den Scudetto Quelle: AP

Inter feiert den "Scudetto"

bescherte Inter seinen Fans am 33. Spieltag jedoch ein Wechselbad der Gefühle: Die frühe Führung durch Materazzi glich Sienas Paolo Negro drei Minuten später schon wieder aus. In der 60. Minute erlöste dann wieder der durch Zinedine Zidanes Kopfstoß im Weltmeisterschaftsfinale von Berlin berühmt gewordene Materazzi die Inter Fans: Nach einem Torwartfoul von Alexander Manninger an Inter-Stürmer Julio Ricardo Cruz behielt der Inter-Verteidiger die Nerven, als der Schiedsrichter ihn den fälligen Elfmeter zwei Mal ausführen ließ. Materazzi traf und löste damit im rund 400 Kilometer entfernten Mailand Jubelstürme aus. Tausende "Interisti" stürmten mit wehenden Fahnen den Mailänder Domplatz und bejubelten ihr Team, das sich noch am Sonntagabend zu ersten Meisterfeier im San-Siro-Stadion angesagt hatte. Im vergangenen Jahr war Inter der Titel durch die Verurteilungen von Meister Juventus Turin und Vize-Meister AC Mailand im Liga- Skandal noch nachträglich am grünen Tisch zugesprochen worden. Diesmal hat sich das Team von Mancini den "Scudetto" mit überragenden Leistungen auf dem grünen Rasen selbst erkämpft. "Endlich haben wir diesen Titel ", jubelte Kapitän Javier Zanetti. Hohn und Spott wegen den "geschenkten Titels" sind längst verstummt, Inter hat alle an die Wand gespielt und nur ein Spiel verloren.

"Getreten werden"

Verteidiger John Terry vom englischen Fußball-Meister FC Chelsea würde für kein Geld der Welt ins Ausland wechseln. "Das reizt mich überhaupt nicht. Ich bin Engländer durch und durch", sagte der 26-Jährige, der sowohl bei Chelsea als auch in der englischen Nationalmannschaft die Kapitänsbinde trägt, der Sonntags-Zeitung News of the World.

Über die Zukunft des beinharten Innenverteidigers hatte es jüngst Spekulationen gegeben, weil er Gespräche mit Chelsea über ein Engagement über das Jahr 2010 hinaus abgebrochen hatte. "Ich bin ein Innenverteidiger nach altem englischen Stil", unterstrich Terry. Seine ehemaliger Mannschaftskollege Eidur Gudjohnsen habe im erzählt, dass es zum Beispiel im Training in Barcelona zuweilen sehr locker zugehen.

"Ich habe mit Spielern aus dem Ausland gesprochen. Die erzählten mir, dass sie Zweikämpfen aus dem Weg gehen. In so einem Umfeld könnte ich mich niemals zurechtfinden. Ich will in dem Bewusstsein ins Training gehen, dass ich getreten werde. Ich will die Gewissheit haben, dass sich die Spieler gegenseitig umtreten, weil sie unbedingt das Spiel Fünf gegen Fünf gewinnen wollen. Bei einigen Tackles im Chelsea-Training müsste man in Deckung gehen", sagte Terry. (sams)