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Pressemitteilungen

Intendant Limbourg: „Schlimmes Zeichen für die Meinungsfreiheit in Ägypten“

Zum Aus für die erfolgreiche Sendung „Al Bernameg“ des ägyptischen Polit-Satirikers Bassem Youssef sagte DW-Intendant Peter Limbourg: „Das ist ein schlimmes Zeichen für die Meinungsfreiheit in Ägypten.“

Bassem Youssef im Interview mit DW-Redakteur Jaafar Abdul-Karim

Bassem Youssef im Interview mit DW-Redakteur Jaafar Abdul-Karim

Limbourg: „Bassem Youssef hat mit seinen unerschrockenen Beiträgen zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ägypten viel Mut bewiesen. Wir haben großes Verständnis, dass er angesichts der offensichtlich massiven Bedrohungen entschieden hat, seine Sendung nicht fortzusetzen.“

Die Deutsche Welle hatte sich Anfang des Jahres die Rechte für die Zweitausstrahlung der Satiresendung gesichert. Seit Mitte Februar war „Al Bernameg“ auf dem arabischen TV-Kanal der DW im gesamten arabischen Raum zu sehen. Die DW stehe als „Anwalt der Meinungsfreiheit für objektive, zensurfreie Berichterstattung“, hatte Youssef im Februar die Rolle der DW gewürdigt.

Der arabische Sender MBC, bei dem die Rechte für die Erstausstrahlung liegen, musste die Sendung über die Präsidentschaftswahlen Ende Mai hinaus aussetzen – offensichtlich auf politischen Druck hin. Am Montag (2. Juni) erklärte Bassem Youssef in Kairo, dass er seine Show einstellen müsse.

Der Intendant sagte, die DW habe viele Gespräche geführt. „Wir zollen dem gesamten Team von Al Bernameg großen Respekt. Die Deutsche Welle wird Bassem Youssef weiter im Sinne der Meinungs- und Pressefreiheit unterstützen. Ich freue mich sehr, dass wir ihn vom 30. Juni bis 2. Juli auf unserem Global Media Forum in Bonn zu Gast haben werden.“

3. Juni 2014
61/14

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