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Deutschlehrer-Info

Integrationskurse gefragt wie nie

Im Jahr 2013 wurden über 160.000 Teilnahmeberechtigungen für einen Integrationskurs ausgestellt – mehr als je zuvor. Das geht aus der Jahresstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hervor.

Er ist das wichtigste Instrument des Bundes, um Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen: der Integrationskurs. Seit seiner Einführung im Jahr 2005 haben bereits mehr als eine Million Menschen an einem solchen Kurs teilgenommen – entweder freiwillig oder weil sie die Ausländerbehörde oder das Jobcenter dazu verpflichtet hat.

Anfang Mai hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Jahresstatistik 2013 veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Anzahl der Teilnahmeberechtigungen für einen Integrationskurs ist im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent auf 167.516 gestiegen. Das ist der höchste Stand jemals. Auch die Zahl der tatsächlichen Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen hat sich erhöht, und zwar um 25 Prozent auf 117.354. Von ihnen besuchten 62 Prozent den Kurs freiwillig, 2012 waren es noch 54 Prozent.

Als Hauptgrund nennt das BAMF die wachsende Zuwanderung besonders aus der EU. 43 Prozent der neuen Kursteilnehmer kamen im letzten Jahr aus einem EU-Staat. Hauptherkunftsland war erstmals Polen, das damit die Türkei ablöste.

Der Integrationskurs besteht aus einem sprachlichen Teil, der bis zu 600 Unterrichtsstunden umfasst und bis zur Niveaustufe B1 reicht, und einem landeskundlichen Orientierungskurs mit 60 Stunden. Der sprachliche Teil wird mit dem Deutschtest für Zuwanderer (DTZ) abgeschlossen. Wer deutscher Staatsbürger werden möchte, muss in diesem Test die Niveaustufe B1 erreichen. 2013 schafften dies 58 Prozent der Teilnehmer. Weitere 34 Prozent erreichten das darunterliegende Sprachniveau A2.

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