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Fit & gesund

Innere Uhr - Medikamente zur richtigen Zeit einnehmen

Eine Studie zeigt, dass die Effizienz/Wirkung von Medikamenten auch davon abhängt, zu welcher Tageszeit man sie einnimmt.

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Dass auch die Einnahme von Medikamenten an den Biorhythmus angepasst werden sollte, ist eine neue Erkenntnis. Immer mehr Ärzte orientieren sich bei der Verabreichung von Medikamenten an den Erkenntnissen der "Chronobiologie". In diesem neuen Forschungszweig wird untersucht, wie die Wirksamkeit von Arzneien durch den richtigen Zeitpunkt der Einnahme effektiver wird - passend zum individuellen Takt des Körpers. Ein Beispiel ist die Behandlung von Bluthochdruck, einer der größten Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt. In der Regel steigt der Blutdruck morgens an und erreicht im Laufe des Tages Spitzenwerte. Nachts sinkt er wieder ab. Deshalb sollten blutdrucksenkende Mittel morgens eingenommen werden. Allerdings sollte immer ein Arzt ermitteln, ob die Krankheitssymptome einem bestimmten Rhythmus unterliegen. Bei Bluthochdruck geht das am besten mit einer 24-Stunden-Blutdruckmessung. Erst dann, und unter Berücksichtigung der Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, können Patienten Blutdrucksenker zu dem Zeitpunkt nehmen, an dem diese für sie am effektivsten sind. Wann zum Schmerzmittel greifen? Wichtig ist es immer, die Art der Schmerzen zu beachten und individuell zu behandeln. Für Schmerzmittel allgemein gilt, dass sie abends besser wirken als morgens. Das Schmerzempfinden jedoch ist gegen zehn Uhr morgens am stärksten, nachmittags etwa nur ein Drittel so intensiv. Grund genug, um einen Zahnarzttermin auf den Nachmittag zu legen. Auf eigene Faust sollte jedoch niemand seine Medikamenteneinnahme anpassen. Das sollte ausschließlich ein Arzt bestimmen!