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Trainerwechsel in der Bundesliga

Ingolstadt entlässt Trainer Kauczinski

Zwei Punkte aus zehn Spielen - das ließ beim FC Ingolstadt die Alarmglocken klingeln und zwang den bayerischen Fußball-Bundesligisten zu Konsequenzen. Trainer Markus Kauczinski wurde seines Postens enthoben.

Der nach zehn Spieltagen sieglose Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga reagierte damit auf sportliche Talfahrt, die in der 0:2-Heimniederlage am Samstag im Kellerduell mit dem FC Augsburg gipfelte. "Ich kann die Trennung bestätigen. Mir tut es sehr leid, weil Markus Kauczinski (Artikelbild) ein super Typ ist", sagte der FCI-Vorstandsvorsitzende Peter Jackwerth dem Onlineportal Sport1. Kauczinski, der noch einen Vertrag bis 2018 besitzt, hatte bei den Schanzern erst im Juli die Nachfolge von Ralph Hasenhüttl angetreten, der zu Aufsteiger RB Leipzig gewechselt war. Es ist die vierte Trainerentlassung der laufenden Bundesligasaison. Zuvor waren Viktor Skripnik (Werder Bremen), Bruno Labbadia (Hamburger SV) und Dieter Hecking (VfL Wolfsburg) entlassen worden.

Wer die Nachfolge antritt, ist unklar. "Wir werden nun mit möglichen Kandidaten für den Cheftrainerposten sprechen und wollen einen Fußballlehrer für uns gewinnen, der diese sportliche Herausforderung annehmen möchte und darauf brennt, das Team zurück in die Erfolgsspur zu führen", so Sportdirektor Thomas Linke.

Erst einmal in der langen Bundesliga-Historie war einem neuen Trainer in seinen ersten zehn Spielen kein Sieg gelungen: Helmut Kalthoff 1985/86 bei Hannover 96 - und der war anschließend ebenfalls seinen Job los.

Wolfsburg setzt auf Ismael

Unterdessen hat sich der VfL Wolfsburg von der Trainersuche verabschiedet und setzt auf einen Coach aus den eigenen Reihen. Valerien Ismael wird trotz mäßiger Leistungen seines Teams Cheftrainer des Wölfe. Dies gab der Fußball-Bundesligist einen Tag nach dem 3:0-Sieg beim SC Freiburg bekannt. Der bisherige Coach der U23, der beim VfL einen Vertrag bis 2018 besitzt, hatte die Mannschaft am 18. Oktober als Interimscoach übernommen.

Nun Chef von Mario Gomez in Wolfsburg: Valerien Ismael (Imago/Pressefoto Baumann)

Nun Chef von Mario Gomez in Wolfsburg: Valerien Ismael

"Wir haben die Gesamtsituation gemeinsam analysiert und sind zu dem Entschluss gekommen, dass Valerien Ismael der richtige Cheftrainer für den VfL Wolfsburg ist. Die gründliche Prüfung aller Alternativen hat gezeigt, dass dies die beste Lösung für uns darstellt", sagte Sportchef Klaus Allofs. Allofs betonte, die Entscheidung aus voller Überzeugung getroffen zu haben: "Wir haben von Anfang an betont, dass Valerien eine Chance bekommt und diese hat er in unseren Augen hervorragend genutzt - und das nicht nur, weil die Mannschaft am Samstag in Freiburg gewonnen hat, sondern weil er mit seiner Arbeitsweise überzeugt."

Der Franzose ist der Nachfolger von Dieter Hecking, der nach dem siebten Spieltag entlassen worden war. Sportchef Klaus Allofs hatte auch externe Optionen geprüft, entschied sich aber nun für den 41 Jahre alten Ex-Profi. "Ich freue mich, dass ich den Weg mit der Mannschaft, den wir vor zweieinhalb Wochen eingeschlagen haben, weitergehen darf", sagte Ismael: "Ich weiß, dass noch viel Arbeit vor uns liegt, aber ich bin zutiefst überzeugt, dass das Team zu einhundert Prozent mitziehen wird und wir gemeinsam Erfolg haben werden."

cgn/se (dpa, sid, sport1, FC Ingolstadt)

 

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