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Wirtschaft

Inflation im Euroraum unverändert niedrig

Trotz der Geldflut der EZB steigen die Preise in der Euro-Zone kaum. Sie lagen im Dezember nach einer ersten Schätzung des europäischen Statistikamtes 0,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Für die Entwicklung waren maßgeblich - wie auch schon im Vormonat - die fallenden Energiepreise verantwortlich. Energie war im Jahresvergleich um 5,9 Prozent günstiger. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak waren hingegen um 1,2 Prozent teurer.

"Nachdem bereits die deutschen Preiszahlen ein schwaches Inflationsumfeld angezeigt hatten, bestätigt sich dies in Italien und in der gesamten Eurozone", schreibt Helaba-Analystin Viola Julien in einem Kommentar. "Die EZB dürfte daher die Möglichkeit weiterer geldpolitischer Lockerungen auch in naher Zukunft betonen."

Noch stärkere Gegenmaßnahmen?

Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet die Mini-Inflation mit Sorge. Sie strebt Raten von knapp zwei Prozent an. Die Notenbank pumpt monatlich 60 Milliarden Euro in den Markt, um Konjunktur und Preisauftrieb anzuschieben. Volkswirte halten dauerhaft niedrige Preise für gefährlich, weil Unternehmen und Verbraucher in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise Investitionen aufschieben könnten.

Laut Marktexperten ist die niedrige Inflation auch ein Belastungsfaktor für den Euro. Nach ihren jüngsten Gewinnen musste die Gemeinschaftswährung am Dienstag ordentlich Federn lassen. Der Euro, der zum Wochenauftakt bei 1,0946 Dollar notierte hatte, kostete am Dienstag zeitweise nur noch 1,0766 Dollar. Das war der tiefste Stand seit knapp fünf Wochen.

ul/iw (rtr, dpa, afp)