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Preise

Inflation über zwei Prozent

Die Inflation in Deutschland hat im vergangenen Monat die Marke von zwei Prozent geknackt. Das ist das Ziel, das die Europäische Zentralbank als wichtige Orientierung für ihre Geldpolitik ansieht.

Die  Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 Prozent. Das ist nach den Angaben des deutschen Statistikamts Destatis der höchste Stand seit August 2012. Die Angaben beruhen auf vorläufigen Zahlen.

Getrieben wurde der Preisanstieg demnach vor allem durch höhere Energiekosten. Innerhalb eines Jahres verteuerte sich Energie um 7,2 Prozent. Dadurch war bereits die Inflation im Dezember und im Januar befeuert worden. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten im Februar um 0,6 Prozent.

Preise für Heizöl und Benzin erreichen neue Tiefstände (picture-alliance/dpa/P. Pleul)

Energiepreise in Deutschland: plus 7 %.

Argumente gegen die EZB?

Durch die neuen Inflationszahlen dürfte die Diskussion um die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank EZB in Deutschland wieder angeheizt werden. Die EZB begründete bislang ihre extrem lockere Geldpolitik vor allem mit dem Ziel, die Preissteigerung in die Nähe der von der Zentralbank angestrebten Marke von zwei Prozent zu bringen.

Allerdings weisen Ökonomen darauf hin, dass die sogenannte Kerninflation, mit der die Preissteigerung ohne Energie- und Lebensmittelkosten erfasst wird, in Deutschland weiterhin sehr niedrig ist. "Das könnte die EZB ermuntern, ihr Anleihe-Ankaufprogramm wie geplant durchzuhalten", sagte Jennifer McKeown von Capital Economists in London.

Die EZB hat bisher rund 2,3 Billionen Euro über Anleiheankäufe in die Märkte gebracht. Der Präsident Chef der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann fordert seit längerem, diese Anleihe-Programme zu reduzieren.

ar/ul (dpa, afp, rtr)

 

   

 

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