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Asien

Indonesischer Vulkan Merapi ausgebrochen

Der Merapi gilt als gefährlichster Vulkan Indonesiens. Beim bisher stärksten Ausbruch starben mehr als 1300 Menschen. Die Behörden hoffen, dass die aktuelle Eruption für die Bewohner der Region glimpflicher verläuft.

Gipfel des Merapi mit Rauchwolken (Foto: EPA/HIMAWAN)

Mit diesem Ereignis hatten Wissenschaftler seit Wochen gerechnet, doch das macht die Lage der Bewohner von Java nicht leichter. Auf der indonesischen Insel ist am Dienstag (26.10.2010) der Vulkan Merapi ausgebrochen. Der Berg habe drei mal Rauch und Vulkanasche bis in eine Höhe von eineinhalb Kilometer gespuckt, teilte die indonesische Regierung mit. Lokale Medien berichteten, dass mindestens 19 Menschen durch den Ausbruch ums Leben gekommen sind. Seit dem Wochenende hatte die Aktivität des Vulkans merklich zugenommen. Tausende Bewohner waren von den Berghängen vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.

Vulkan Merapi mit Aschevolke und Lavastrom (Foto: picture-allicance/ afp)

Der 2900 Meter hohe Merapi ist der aktivste der 129 indonesischen Vulkane, bei denen bislang Ausbrüche beobachtet wurden. Er liegt zugleich in einem besonders dicht besiedelten Gebiet. Im Umkreis von zehn Kilometern um den Krater leben normalerweise 19.000 Menschen.

Druck unter der Lavakuppel steigt

Polizist hilft altem Mann auf einen Truck (Foto: AP)

Evakuierung der Bergbewohner

Mit Sorge beobachten Wissenschaftler den wachsenden Druck unter der riesigen Lavakuppel des Berges. Derzeit baue sich dort Energie auf, sagte der indonesische Vulkanexperte Surono. Man hoffe, dass sie später wieder langsam entweiche. Andernfalls drohe eine heftige Eruption, die größer sein werde als alles, was man in den vergangenen Jahren in der Region erlebt habe.

Der Merapi brach letztmals im Jahr 2006 aus. Damals kamen zwei Menschen ums Leben. Beim Ausbruch im Jahr 1994 explodierte die damalige Lavakuppel. Bei dem Unglück starben 70 Menschen. Die bislang größte Katastrophe an dem Berg ereignete sich im Jahr 1930. Damals starben mehr als 1300 Menschen.

Auch Erdbeben und Tsunami

Der Ausbruch des Vulkans fällt für die Indonesier mit einer weiteren Naturkatastrophe zusammen. Bei einem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami sind im Westen des Landes nach offiziellen Angaben mindestens 113 Menschen ums Leben gekommen. Bis zu 500 weitere Menschen würden vermisst, teilten die Behörden mit. Das Beben der Stärke 7,5 hatte sich am Montagabend im Westen des Landes ereignet und eine große Flutwelle ausgelöst. Der Tsunami traf die abgelegene Mentawai-Inselkette westlich der Insel Sumatra im Indischen Ozean.

Autor: Christian Fähndrich (dapd, afp, rtr)
Redaktion: Manfred Götzke

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