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Aktuell Kultur

Indisches Museum findet Dalí-Zeichungen

In der westbengalischen Stadt Kolkata fanden Mitarbeiter eines staatlichen Museums im Archiv zwei vergessene Zeichnungen des surrealistischen Künstlers Salvador Dalí. Sie sollen noch in diesem Monat ausgestellt werden.

Die beiden Kunstwerke aus der "Macbeth-Serie" des spanischen Malers Dalí ruhten 24 Jahre lang im Archiv des indischen Museums Victoria Memorial in Kolkata (früher: Kalkutta), ohne dass die Mitarbeiter davon wussten. Sie waren auf keiner Liste der wichtigsten Kunstwerke des Museums verzeichnet und fielen jetzt durch Zufall einem Beamten in die Hände.

"Gepeinigt und enttäuscht"

Vor knapp einem Vierteljahrhundert hatte der Maler Bimal Banerjee dem Museum die beiden auf japanischem Reispapier kolorierten Zeichnungen als Schenkung überlassen. Der Künstler, der mittlerweile in New York lebt, äußerte sich gegenüber der Zeitung "Hindustan Times" sehr betroffen: "Ich bin gepeinigt und enttäuscht von den Zuständigen im Victoria Memorial."

Er habe dem Museum sowohl diese Werke als auch Dutzende weitere nur unter der Auflage überlassen, dass diese in der ständigen Galerie ausgestellt werden. Banerjee brach alle Verbindungen zum Museum ab, da man seine Schenkung offenbar nicht schätze. Laut eigenen Angaben hatte er die wieder aufgetauchten Zeichnungen von Dalí persönlich im Tausch gegen eigene Werke erhalten.

Ausstellung noch im August

Salvador Dalí gilt als einer der Hauptvertreter des Surrealismus und zählt zu den bekanntesten Malern des 20. Jahrhunderts. Er starb 1989 im Alter von 84 Jahren. Noch in diesem Monat will das Victoria Memorial seine beiden Kunstwerke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren. Das Museum in der Hafenmetropole Kolkata beherbergt rund 30.000 Ausstellungsstücke und wurde 1921 zu Ehren der damaligen Königin Victoria von Großbritannien errichtet.

suc/ ww (dpa)