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Aktuell Asien

Indiens Premier ruft zu Ruhe auf

Angesichts der tagelangen Proteste gegen Gewalt an Frauen ruft der indische Premier Singh seine Landsleute auf, Ruhe zu bewahren. Bei den Unruhen war ein TV-Journalist erschossen worden.

Indiens Regierungschef Manmohan Singh hat sich erstmals zu der Vergewaltigung einer 23-jährigen Studentin geäußert, die am Wochenende zu landesweiten Protesten geführt hatte. "Ich versichere, dass wir alle möglichen Anstrengungen unternehmen werden, um für die Sicherheit aller Frauen im Land zu sorgen", erklärte er in einer Fernsehansprache.

Zugleich zeigte er Verständnis für die Proteste. Es gebe "aufrichtige und berechtigte Wut und Angst wegen dieses grässlichen Vorfalls". Die Tat sei ein "monströses" Verbrechen. Dennoch müsse nun wieder "Frieden und Ruhe" einkehren, forderte er.

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Indien: Singh ruft zur Ruhe auf

Die Polizei riegelte das Regierungsviertel weiträumig ab. Tausende bewaffnete Sicherheitskräfte bezogen an wichtigen Verkehrsknoten Stellung, um Demonstranten an einem Marsch zum Präsidentenpalast zu hindern.

Gewalt gegen Demonstranten

Die Studentin war vor einer Woche in einem Bus in der indischen Hauptstadt Neu Delhi von einer Gruppe von Männern vergewaltigt worden. Am Wochenende kam es deswegen in Indien zu Demonstrationen gegen Gewalt an Frauen. Im Zentrum von Neu Delhi wurde ein Versammlungsverbot erlassen, die Polizei ging gewaltsam mit Tränengas, Gummiknüppeln und Wasserwerfern gegen Demonstranten vor.

Nach Polizeiangaben zufolge wurden etwa hundert Menschen verletzt, darunter 60 Polizisten. Im Nordosten Indiens erschossen Polizisten bei Protesten einen TV-Journalisten.

Das Vergewaltigungsopfer selbst befindet sich noch immer in kritischem Zustand. Die sechs Täter sind in Haft.

det/wl/se (afp, rtr, dapd)

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