1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Asien

Indien legt Termin für Parlamentswahl auf 7. April fest

In Indien soll ab dem 7. April ein neues Parlament gewählt werden. Mit 814 Millionen Wahlberechtigten wird es die größte Abstimmung, die je statt gefunden hat.

Ab dem 7. April sollen die Wähler in Indien fünf Wochen lang über die Abgeordneten im Unterhaus abstimmen. Die Wahl für die 543-Sitze große Kammer soll bis zum 12. Mai an neun verschiedenen Terminen stattfinden, wie der Chef der Wahlbehörde V.S. Sampath mitteilte. So solle ein reibungsloser Ablauf sichergestellt werden, sagte Sampath in Neu Dehli.

Es wird die größte Wahl, die die Welt je gesehen hat. 814 Millionen Stimmberechtigte sind zu Wahl aufgerufen. Deshalb werden im ganzen Land 930.000 Wahllokale eingerichtet. Die Stimmen sollen am 16. Mai ausgezählt werden. Die Wahlkommission hat bei der Auswahl der Termine die Wetterlage der einzelnen Bundesstaaten berücksichtigt sowie die Schulferien und die Erntezeit der Bauern - vom Himalaya im Norden bis zum tropischen Süden des Landes.

Favorit: Narendra Modi

Premierminister Manmohan Singh von der regierenden Kongress-Partei tritt nach zwei Amtszeiten nicht mehr an. Neuer Spitzenkandidat ist der 43-jährige Rahul Gandhi, Sohn der Kongress-Vorsitzenden Sonja Gandhi und des ermordeten Premierministers Rajiv Gandhi, der Enkel der ebenfalls ermordeten Premierministerin Indira Gandhi.

Laut Umfragen hat der Kandidat der hindu-nationalistischen BJP, Narendra Modi, die größten Chancen neuer Ministerpräsident zu werden. Modi ist Ministerpräsident des Bundesstaates Gujarat und kann eine erfolgreiche Wirtschaftsbilanz vorweisen. Er ist jedoch wegen seiner Rolle bei blutigen Ausschreitungen gegen Muslime 2002 umstritten.

Den Regionalparteien könnte eine Schlüsselrolle zukommen. Sie haben sich zu einem elf Parteien großen Bündnis zusammengeschlossen und wollen einen Sieg sowohl der derzeit regierenden Kongresspartei als auch der Oppositionspartei BJP verhindern.

zam/uh (afp, dpa, rtr)