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Pressemitteilungen

Indien/China: Vertreter des Dalai Lama begrüßt Annäherung zwischen beiden Ländern

Tashi Wangdi im Interview mit DW-RADIO/Bengali

Der Vertreter des Dalai Lama in der indischen Hauptstadt Neu Delhi, Tashi Wangdi, hat die politische Annäherung zwischen Indien und China als Chance bezeichnet, "das Tibet-Problem lösen zu helfen, wenn es eine echte Freundschaft zwischen Indien und China gibt". In einem Interview mit dem Bengali-Programm von DW-RADIO nahm Wangdi auch Stellung zu der in Peking unterzeichneten gemeinsamen Erklärung des indischen Ministerpräsidenten Vajpayee und des chinesischen Regierungschefs Jiabao, wonach Indien laut Wangdi "anerkannt hat, dass Tibet ein Teil Chinas ist". Aus Sicht der tibetischen Exilregierung, die ihr Hauptquartier in der indischen Stadt Dharamsala hat, unterstreiche diese Erklärung die Position der indischen Regierung, so Wangdi weiter.

Indien habe sich verpflichtet, keine "antichinesischen Aktivitäten" der Tibeter auf seinem Territorium zuzulassen. "Unsere Bewegung ist nicht gegen China. Wir wollen Chinas territoriale Integrität nicht unterminieren, sondern sind mit der Politik der chinesischen Regierung nicht einverstan-den", machte Wangdi im deutschen Auslandsrundfunk deutlich. Der Vertreter des politischen und religiösen Oberhauptes der Tibeter fügte hinzu, seine Exil-Regierung habe in den vergangenen Monaten zwei Delegationen nach China entsandt, um über Autonomie-Lösungen für Tibet zu verhandeln. Die neue chinesische Regierung habe gegenüber den Delegationen "mehr Offenheit und Gesprächsbereitschaft gezeigt".

26. Juni 2003
125/03

Diese Pressemitteilung und mehr unter: www.dw-world.de/presse