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Wirtschaft

Indices zum Wochenschluss nachgebend

Nach Bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen in den USA sind die deutschen Aktienindices am Freitagnachmittag in die Verlustzone gerutscht.

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Börsensaal in Frankfurt

Das US-Arbeitsministerium hatte zuvor mitgeteilt, die US-Arbeitslosenquote habe sich im November auf 5,7 Prozent nach 5,4 Prozent im Vormonat erhöht. Das ist der höchste Stand seit August 1995. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg auf 5,6 Prozent gerechnet.

Der Deutsche Aktienindex Dax schloss mit 5199, also 72 Punkte oder 1,4 Prozent niedriger. Der Nemax 50 für den Neuen Markt ging mit 1303 Punkten ins Wochenende, das heißt 13 Punkte oder ein Prozent unter Vortagesschluss.

Nach den teilweise rasanten Kurssteigerungen der vergangenen Tage hatten die deutschen Standardwerte zuvor richtungslos und kaum verändert tendiert. Dem Markt fehle eine klare Tendenz, sagten Händler. Insgesamt verlaufe das Geschäft sehr ruhig. Die Anleger verhielten sich angesichts des bevorstehenden Wochenendes vorsichtig und warteten auf weitere US-Konjunkturdaten. Kräftige Gewinne verbuchten Infineon, nachdem zuvor die US-Konzerne Intel und AMD ihre Prognosen angehoben hatten. Unter Druck standen dagegen SAP. Börsianer sagten, der Markt sei enttäuscht über den geringen Umfang des kürzlich angekündigten Stellenabbaus in den USA.

Die weitere Entwicklung hänge davon ab, wie die US-Daten ausfielen, hieß es weiter. Komme es zu keiner negativen Überraschung, könne der Dax in der kommenden Woche auf 5400 bis 5500 Punkte steigen. Anzeichen für die allgemein erwartete Konsolidierung gebe es derzeit nicht, fügten andere Börsianer hinzu. Es sei immer noch Liquidität vorhanden, und viele Anleger investierten in der Angst, etwas zu verpassen.

Bei der Deutsche Börse gibt es offenbar Gespräche über eine Verkürzung der erst im vergangenen Jahr ausgeweiteten Handelszeiten. Wie die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' (FAZ) am Freitag unter Berufung auf Bankenkreise berichtete, gab die Börse gegenüber Marktteilnehmern ihren bisherigen Widerstand gegen kürzere Handelszeiten auf und signalisierte Gesprächsbereitschaft. Die Deutsche Börse wollte den Bericht weder dementieren noch bestätigen. Ein Sprecher sagte, es gebe keine konkreten Pläne, die Handelszeiten zu verändern. Er betonte aber zugleich, dass immer Gespräche mit den Marktteilnehmern geführt würden.

Die Börsenzeiten waren im vergangenen Jahr von 17.30 Uhr auf 20 Uhr ausgedehnt worden. Für Banken und Marktteilnehmer brachte dies höhere Personalkosten, die Umsätze stiegen auch Angesicht der einsetzenden Börsenflaute und dem Rückzug vieler Anleger jedoch nicht im erhofften Maß. Die Handelsumsätze nach 17.30 Uhr machen meist weniger als zehn Prozent aus. Der Sprecher der Deutschen Börse betonte aber, das Angebot habe seine Berechtigung im Markt. Es werde vor allem von Kleinanlegern angenommen, bei denen die Volumina der Umsätze aber nicht so groß seien.

Die Durchschnittsrendite legte zwei Basisstellen auf 4,6 Prozent zu.

Die Schlusskurse der Standardwerte in Frankfurt wie immer in Euro und ohne Gewähr:

adidas-Salomon 80,30 (+ 1,50)

Allianz 275,00 (+ 0,81)

BASF 43,05 (- 0,75)

Bayer 36,91 (- 0,39)

HypoVereinsbank 36,03 (- 1,67)

BMW 38,10 (- 1,15)

Commerzbank 19,04 (- 0,77)

DaimlerChrysler 48,44 (- 0,52)

Degussa 30,33 (+ 0,74)

Deutsche Bank 76,60 (- 0,72)

Deutsche Post 15,79 (- 0,16)

Deutsche Telekom 19,91 (- 0,32)

E.ON AG 53,50 (- 1,63)

EPCOS 57,91 (- 0,45)

Fresenius Med. Care 71,00 (- 0,08)

Henkel 63,76 (+ 0,11)

Infineon Techno 27,31 (+ 0,01)

Linde 48,53 (- 0,07)

Lufthansa 15,56 (- 0,13)

MAN 22,80 (- 0,50)

Metro 40,05 ( unv. )

MLP 84,20 (- 0,46)

Münchener Rück 306,00 (- 0,50)

Preussag 28,40 (- 0,75)

RWE 40,00 (- 0,60)

SAP 149,60 (- 3,30)

Schering 60,94 (+ 0,10)

Siemens 72,10 (- 1,95)

ThyssenKrupp 16,89 (- 0,26)

VW 51,70 (- 1,15)

Die Devisenkurse (in Euro und in DM, auf Basis der EZB-Referenzkurse):

US-Dollar = 1,1222 Euro oder 2,1948 DM

Brit. Pfund = 1,6023 Euro oder 3,1338 DM

Schw. Franken = 0,6763 Euro oder 1,3227 DM

100 Japan Yen = 0,8969 Euro oder 1,7541 DM

Kan. Dollar = 0,7117 Euro oder 1,3920 DM

Das 1. Gold Fixing London: 274,75 Dollar, entsprechend einem Plus von 0,65 Dollar.

  • Datum 07.12.2001
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
  • Drucken Seite drucken
  • Permalink http://p.dw.com/p/1Sk9
  • Datum 07.12.2001
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