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India goes Bollywood

Um aktuelle Entwicklungen von Unterhaltungsindustrie und Kultur in Indien ging es am 15. Mai in einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Reihe „Dialog der Welt“ im Funkhaus Bonn.

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Aus dem indischen Film: Sometimes Happy, Sometimes Sad

India went Bollywood

Sind Medien und Kultur in Indien im Unterhaltungsrausch? Die Zahl anspruchsvoller indischer Filme, die sich mit aktuellen Themen der Gesellschaft auseinandersetzen, wachse ständig, setzte Dorothee Wenner, Filmemacherin aus Berlin und Kennerin der indischen Filmszene, dieser Frage entgegen. Wenig „Raum zum Denken“ diagnostizierte hingegen Rashmee Roshan Lall, Korrespondentin der Times of India, London.

Das indische Publikum sei inzwischen anspruchsvoller und in Teilen auch bereit, mehr für einen guten Film auszugeben, stellte Dorothee Wenner in der von Thomas Bärthlein,
Leiter DW-RADIO/Hindi, Urdu, Bengali, moderierten Runde fest. Die Zielgruppen dieser Filme reichten zudem inzwischen weit über Indien hinaus. Die finanzkräftigeren „non-resident indians“ in Europa und den USA entdeckten diese junge Filmbranche. Dies stimme sie grundsätzlich optimistisch.

Anspruchsvolle Filme rückten die Realität kritisch in den Blick, politisch sei dies nicht immer erwünscht, so der Theaterproduzent Divya Bhatia. Ihm seien zwei Filme aus jüngerer Zeit bekannt, die aus diesem Grund Ausstrahlungsverbot erhalten hätten. Qualität finde sich aber auch zunehmend in Unterhaltungsfilmen. Diese Beobachtung von Dorothee Wenner teile er.

Die gesellschaftliche Realität werde auch in den Medien Indiens oftmals zu undifferenziert thematisiert, so Rashmee Roshan Lall. Ein Korruptionsfall würde beispielsweise schlagzeilenwirksam aufgedeckt, aber die Lebenssituation der Tausenden von Armen, die durch das Spekulationsprojekte betroffen seien, darüber werde nicht berichtet. Dieser Teil der Realität dürfe nicht weiterhin ignoriert werden – weder im Film noch in den Medien, so Lall. In Indien fehle es an der Art öffentlicher Debatten, wie sie hier im Raum geführt werde.

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  • Datum 22.03.2006
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Martina Bertram

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