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Filme

Independence Day 2 - Roland Emmerich lässt es wieder krachen

Wieder mal muss die Welt gerettet werden. Wie vor 20 Jahren bedrohen Aliens die Erde. Roland Emmerichs neuer Katastrophenfilm "Independence Day: Resurgence" läuft jetzt in den deutschen Kinos an.

Regisseur Roland Emmerich bei der Premiere von Independence Day (2) Resurgence in LA (Foto: Reuters/D. Moloshok)

Roland Emmerich bei der Weltpremiere in Los Angeles

20 Jahre ist es her, dass der deutsche Regisseur Roland Emmerich für einen der größten Kinohits aller Zeiten sorgte. Sein Film "Independence Day" spielte weltweit über 800 Millionen Dollar ein und hält sich bis heute auf einem der vorderen Plätze der Rangliste der erfolgreichsten Filme. Klar, dass Hollywood irgendwann eine Fortsetzung wollte. Erstaunlich nur, dass die Filmfans 20 Jahre darauf warten mussten.

Roland Emmerich ließ sich überzeugen

Doch Emmerich ist dafür bekannt, dass er Sequels eigentlich nicht mag. Er hasse Fortsetzungsfilme, aber "Independence Day: Wiederkehr" (dt. Titel) sei auch keine "zweite Folge, sondern ein Neustart" sagte der Regisseur im vergangenen Jahr während der Dreharbeiten zu seinem neuen Blockbuster in einem Interview mit einer Münchner Tageszeitung. "Wir erweitern das Universum."

Eigentlich sollte ja auch Emmerichs Umwelt-Blockbuster "2012", den er im Jahre 2009 in die Kinos brachte, sein letzter Katastrophenfilm werden: Als "Mutter aller Zerstörungsfilme" bezeichnete der Regisseur damals "2012": Ich wüsste wirklich nicht, was ich danach noch zerstören sollte."

Film Independence Day Wiederkehr - Filmszene (Foto: Vpicture-alliance/dpa/picture-alliance/Twentieth Century Fox)

Bill Pullman als Präsident Whitmore, Maika Monroe als Patricia Whitmore und Liam Hemsworth als Jake Morrison (l. n. r.)

Nun ist ihm doch offenbar noch einiges eingefallen, was er zerstören kann. In Los Angeles feierte "Independence Day - Resurgence" am 20. Juni Weltpremiere. Die Fortsetzung der filmischen Zerstörungsorgie läuft zunächst in einigen asiatischen Ländern an, es folgen Europa und Nordamerika. Ausgerechnet in der Heimat des gebürtigen Stuttgarters mussten sich die Kinofans gedulden. In Deutschland startet "Independence Day: Wiederkehr" erst am 14. Juli.

Bei Erfolg an den Kassen gibt's einen dritten Teil

Kurz vor der Premiere des Films hatte Emmerich sogar angekündigt, dass es womöglich noch eine weitere Fortsetzung des Science-Fiction-Spektakels geben werde: "Wenn der Film erfolgreich ist, gibt es einen dritten Teil", so der Regisseur während einer Stippvisite in Berlin. In die deutsche Hauptstadt waren Emmerich und Teile seines Teams gereist, um für den millionenschweren Streifen kräftig die Werbetrommel zu schlagen. Rund 200 Millionen Dollar hat "Independence Day 2" gekostet. Die Produzenten des Films, zu denen der Regisseur selbst zählt, hoffen nun, dass die Fortsetzung der Katastrophensaga ähnlich erfolgreich sein wird wie der erste Teil.

Regisseur Roland Emmerich vor kurzem in Berlin bei der Marketing-Tour für seinen neuen Film (Foto: picture-alliance/dpa/J. Kalaene)

Regisseur Roland Emmerich vor kurzem in Berlin bei der Marketing-Tour für seinen neuen Film

Der hatte 1996 75 Millionen Dollar Produktionskosten verschlungen - bei über 800 Millionen Einspiel war das eine lohnende Investition. "Damals wussten wir nicht, wie groß der Film wird. Wir haben einfach das gemacht, was wir selber sehen wollten", erinnerte sich Emmerich in Berlin. Und so ist "Independence Day - Resurgence" kaum noch mit dem Ursprungsfilm zu vergleichen: Technisch gesehen habe sich diese Zeit für ihn als Filmemacher wie die Steinzeit angefühlt, so der Regisseur. Damals habe er mit Modellen gearbeitet. Heute könne man am Computer alles kreieren, was man wolle, und "unmögliche Bilder erzeugen, die fast surreal sind."

Digitale Tricks auf der Erde und im Weltraum

Wer erste Szenen des neuen Films gesehen hat, der ahnt, was auf das weltweite Kinopublikum zukommt: eine Materialschlacht auf der Leinwand ohnegleichen, Special-Effects allererster Güte, ein digitales Kinomärchen mit allen Zutaten des modernen Hollywood-Kinos.

Im ersten Teil vor zwanzig Jahren hatten Außerirdische mit riesigen Raumschiffen die Erde angegriffen und dabei gezielt das Weiße Haus zerstört, das Machtzentrum der USA. Erst nachdem der halbe Erdball kaputt war und drei Milliarden Menschen getötet, gelang es den Film-Helden mit Hilfe eines Computer-Virus zurückzuschlagen und die Aliens zu besiegen.

Film Independence Day Wiederkehr - Filmszene (Foto: Vpicture-alliance/dpa/picture-alliance/Twentieth Century Fox)

Schauspieler Bill Pullmann war schon im ersten Teil vor 20 Jahren dabei

Jetzt folgt der Gegenangriff: "Independence Day - Resurgence" heißt der Film und mit Wiederkehr ist die erneute Bedrohung durch die fremden, der Erde feindlich gesonnenen Wesen gemeint. Wieder steht die Welt vor dem Kollaps, wieder bedrohen gigantische Raumschiffe die Erde und wieder werden große Teile der Welt in Schutt und Asche gelegt.

Invasion aus dem All

Emmerich und sein Special-Effects-Team haben ganze Arbeit geleistet, bedeutende Welt-Metropolen, ob Washington oder London, werden zu großen Teilen zerstört. Und wieder ist es ein kleiner Haufen aufrechter Wissenschaftler und Militärs, die dem Spuk ein Ende setzen. In allerletzter Minute - soviel darf verraten werden und ist sicher für die Filmfans in aller Welt auch wenig überraschend - werden die Aliens vertrieben und die Menschheit gerettet.

Die Besetzung bei der Premiere von Independence Day (2) Resurgence (Foto: Reuters/D. Moloshok)

Das Team präsentiert sich in LA vor der Weltpremiere

Ein paar Schauspieler des ersten Teils wie Jeff Goldblum und Bill Pullman sind wieder dabei, andere jüngere Kinostars wie Liam Hemsworth und Sela Ward wurden in das Ensemble integriert. Mit Charlotte Gainsbourg ist sogar ein Star des europäischen Kunstkinos dabei. Nur auf Will Smith, der in "Independence Day" vor 20 Jahren Captain Steven Hiller spielte, musste Emmerich bei seiner Fortsetzung verzichten. Dafür wurde die Filmfigur seines Sohns kreiert und mit dem jungen Jessie Usher besetzt.

Popspektakel mit Anleihen aus der Filmgeschichte

"Independence Day 2" sieht in Teilen so aus wie eine modern aufgepeppte Version des Ursprungfilms. Wie schon 1996 fällt auch in der 2016er-Version auf, wie geschickt es Emmerich und Co verstanden haben, moderne Kino-Popkultur abzukupfern, zu ergänzen und daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Warf man dem ersten Teil vor zwanzig Jahren noch vor, er sei eine dreiste Kombination aus "Star Wars“, "Unheimliche Begegnung der Dritten Art", "Krieg der Welten" und "Top Gun", so erinnert auch "Independence Day - Resurgence" wieder an zahlreiche Kinovorbilder neueren Datums.

Doch über eine derartige Kritik dürften die Macher des Films erhaben sein. Schließlich haben sie schon mit dem ersten Teil der Katastrophen-Saga ein Stück moderne Popkulturgeschichte geschrieben. Wenn auch der zweite Teil wieder so erfolgreich wird und womöglich die 1 Milliarden-Dollar-Einnahme-Marke kratzt, dann könnten Emmerich und sein Team vollauf zufrieden sein.

Liam Hemsworth bei der Premiere von Independence Day (2) Resurgence (Foto: Reuters/D. Moloshok)

Schaulaufen auf dem Roten Teppich: Liam Hemsworth

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