1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Global Ideas

Indawgyi See: Ein künftiges Touristenparadies kämpft um den Erhalt seiner Natur

Der Indawgyi-See in Myanmar ist auf dem besten Weg ein Touristenmagnet zu werden. Umweltschützer und Einheimische arbeiten hier zusammen, um die Naturschönheit zu bewahren und Touristen anzulocken.

Video ansehen 06:52

Die Reportage ansehen

Projektziel: Die Entwicklung eines ersten gemeinsam durchgeführten Schutzgebietprojekts am Indawgyi-See: Naturschutz in einem bedeutenden Feuchtgebiet und die Schaffung einer nachhaltigen Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung
Projektpartner: Fauna and Flora International Myanmar

in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung Myanmars mit Unterstützung der Bundesanstalt für Naturschutz (BfN), des Helmsley Charitable Trust, der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), des ASEAN Zentrums für Biodiversität und der Michael Succow Stiftung

Projektlaufzeit: Fünf Jahre
Projektbudget: 300.000 Euro pro Jahr
Umfang des Projekts: 20 Dörfer mit durchschnittlich 1000 Einwohnern (insgesamt 20.000 Menschen)
Besondere Arten: Am Indawgyi-See leben stark bedrohte Schildkrötenarten wie die burmesische Dosenschildkröte

Lange galt in Myanmar das Prinzip: Alles Gute regelt die Regierung. Das galt auch für den Naturschutz im Land. Mit der beginnenden Öffnung und der politischen Demokratisierung setzt nun ein Umdenken ein. Die Regierung in Rangun erlaubt es NGOs und Myanmaren gemeinsame Umweltprojekte zu organisieren. Zum Beispiel am Indawgyi-See ganz im Norden des Landes. Die Shan- und die Kachin-Minderheiten, die hier leben, sind relativ arm. Doch sie haben ihren See, ein Vogelparadies. Im Winter machen hier 20.000 Zugvögel aus dem Norden Station: ein Paradies für Vogelbeobachter. Und erste Touristen kommen auch schon. Myanmar lockt pro Jahr fast 5 Millionen Gäste an, doch nur wenige verirren sich an den Indawgyi-See. Noch ist dort der Komfort sehr gering, die Anreise mühselig. Und nicht weit entfernt herrscht immer noch ein bewaffneter Konflikt zwischen der Kachin Independence Army und Regierungstruppen. Grund ist unter anderem der Streit um Rechte an den Goldminen direkt am See. Deren Quecksilber fließt direkt in den See. Riesige Herausforderungen für das künftige Urlaubsparadies.

Ein Film von Grit Hofmann

WWW-Links

Audio und Video zum Thema