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Europa

InBev will Anheuser-Bush kaufen

Der US-Brauereikonzern Anheuser-Busch hat ein 46,3 Milliarden Dollar schweres Übernahmeangebot von dem belgischen Rivalen InBev erhalten. Die Belgier würden damit der größte Bierproduzent der Welt.

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InBev will Anheuser-Busch schlucken

InBev biete 65 Dollar in bar je Aktie, teilte Anheuser-Busch am Mittwoch (12.6.2008) nach US-Börsenschluss mit. Das Führungsgremium des Konzerns werde zu gegebener Zeit eine Entscheidung über das Gebot fällen. Zuvor hatte der Fernsehsender CNBC berichtet, InBev habe die Finanzierung für eine Übernahme bereits ausreichend gesichert und stehe kurz vor einem Gebot. Anheuser-Papiere legten nachbörslich 6,5 Prozent zu.

Europa schluckt Amerika?

InBev hat mit Marken wie "Beck's" oder "Stella Artois" eine starke Position in Europa und Schwellenländern. Der belgische Brauriese will mit dem Kauf des amerikanischen Konkurrenten zur weltweiten Nummer eins aufsteigen. Der Vorstoß war nicht mit dem US-Konzern abgesprochen. Anheuser-Busch ist mit "Budweiser" Marktführer in den USA mit einem Anteil von 48,5 Prozent.

Skol Bierdosen - Fusionsgespräche mit Interbrew

InBev ist weltweit am Markt, wie hier in Brasilien

Zusammen hätten die beiden Bierbrauer nach Zahlen des vergangenen Jahres einen Umsatz von 36,4 Milliarden Dollar und eine Produktion von 460 Millionen Hektoliter, wie InBev vorrechnete. Die Belgier sind derzeit nach Ausstoß die Nummer zwei in der Welt nach dem britischen Braukonzern SABMiller. Anheuser-Busch liegt auf Rang drei.

35 Prozent Aufschlag

Die gebotenen 65 Dollar für die Aktie entspreche einem Aufschlag von 35 Prozent auf den Durchschnittspreis der 30 Tage vor jüngsten Marktspekulationen, warb InBev. Am Mittwoch legte die Aktie von Anheuser-Busch in einem schwachen Markt um 2,10 Prozent auf 58,35 Dollar zu.

InBev versprach, im Falle einer Übernahme keine US-Braubetriebe zu schließen. Man rechne nicht mit Wettbewerbsproblemen, da sich das Geschäft der Unternehmen geografisch nur wenig überschneide. Die Belgier wollen für den Zukauf mindestens 40 Milliarden Dollar an Krediten aufnehmen und auch Firmenteile verkaufen.

Konsolidierungswelle

In der Brauereiindustrie gibt es derzeit eine Konsolidierungswelle. In den vergangenen Wochen war bereits zunehmend über ein InBev-Gebot für den US-Hersteller von Budweiser und Michelob spekuliert worden. InBev entstand 2004 aus der Fusion von Interbrew und AmBev. Der Konzern wies im vergangenen Jahr einen Umsatz von 14,4 Milliarden Euro aus. InBev war 2004 aus einem Zusammenschluss der belgischen Interbrew mit der brasilianischen AmBev entstanden. (sams)

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