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Ina labari - Was gibt's Neues?

Unter der Moderation des Medienjournalisten Rainer Braun diskutierten Vertreter der Auslandssender Schwedens, der Niederlande und Deutschlands auf einer Tagung der Alexander v. Humboldt-Stiftung und der Deutschen Welle.

Bonn - Es sei völlig „veraltet“, nur ins Ausland oder nur im Inland zu senden. Bei Radio Schweden sei dies anders gelöst: Alle Programme seien für jeden nutzbar. Dies entspreche auch eher der Realität und spiegele die Internationalität innerhalb eines Landes wider. Zudem schaffe man so Synergien. Das sagte Gundula Adolfsson, Chefredakteurin von Radio Schweden, am 29. September in Bonn bei der Podiumsdiskussion „Sprachen im Auslandsrundfunk“.

Radio Netherlands Worldwide dürfe zwar wie die DW nur ins Ausland ausstrahlen, „dank Internet sind die Grenzen aber inzwischen fließend“, so Ardi Bouwers, stellvertretende Chefredakteurin des Senders. Hier müsse die Politik nur der technischen Realität folgen, so Hanno Murena, Leiter Kultur DW-RADIO.

Unter der Moderation des Berliner Medienjournalisten Rainer Braun diskutierten die drei Vertreter der Auslandssender Schwedens, der Niederlande und Deutschlands im Rahmen einer gemeinsamen Tagung der Alexander von Humboldt-Stiftung, Freier Universität Berlin und der Deutschen Welle vor Wissenschaftlern und Vertretern von Mittlerorganisationen.

Zur Frage nach Sprache, Wertevermittlung und Zielregionen stellte Murena heraus, „Schwerpunkt der Werte, die die DW vermittelt, ist Europa, unter völliger Achtung der Werte, die es in anderen Ländern gibt.“ Das ist ein Standard bei der DW.“ Bei den Prioritäten von Radio Nederlands steht die Information der im Ausland lebenden Niederländer im Vordergrund. „Niederländisch ist wichtig, aber generell spricht nichts gegen eine Lingua Franca wie Englisch“, stellte Ardi Bouwers heraus. „Bei uns ist es undenkbar, nicht Englisch zu sprechen.“ Kultur sei schließlich mehr als Sprache, sagte Bouwers mit Blick auf das Programm. Musik etwa spiele eine große Rolle.

„Eine halbe Million Menschen, die weltweit Schwedisch sprechen, sind unsere Zielgruppe“, so Adolfsson. Weiterer Schwerpunkt sei die Information und der Service für Menschen in Krisenlagen. Stichworte wie Demokratievermittlung spielten auch in ihrem Programm eine wichtige Rolle. Es gebe aber keine Einflussnahme seitens der Politik. Adolfsson: „Als wir das weißrussische Programm starteten, war das ausschließlich eine Initiative unseres Senders mit Blick auf die politische Lage des Landes.“ Bei Sprachen wie Kurdisch und Romanes gehe es dem Sender um Spracherhalt.

Ardi Bouwers betonte, dass Arabisch eine sehr wichtige Rolle spiele. Von der Distribution via Kurzwelle habe man sich allerdings bereits 1993 verabschiedet. Internet und Fernsehen seien in der arabischsprachigen Welt viel wichtiger geworden. Pod- und Vodcasting spiele inzwischen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 12.10.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9Eu2
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Martina Bertram

T +49.228.429-2055 martina.bertram@dw.com