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Aktuell Asien

In Uiguren-Provinz Terrorzelle ausgehoben

In den Staatsmedien wird zum "Krieg gegen den Terror" aufgerufen. Fünf Tage nach dem blutigen Anschlag in der Unruheprovinz Xinjiang melden die Behörden Chinas einen erfolgreichen Schlag gegen Extremisten im Untergrund.

Die von muslimischen Uiguren dominierte Provinz im Nordwesten der Volksrepublik China ist von einer Serie von Terroranschlägen erschüttert worden. Nun berichten Polizei und Justiz in Xinjiang, einen ähnlich schlimmen Anschlag wie vor Tagen in der Regionshauptstadt Urumqi verhindert zu haben. Fünf Verdächtige einer "Terrorzelle" seien festgenommen worden. Zudem habe man bei ihnen 1,8 Tonnen Material für Bomben sichergestellt.

In der vergangenen Woche hatten Attentäter Autos in einen Straßenmarkt gesteuert und Bomben in die Passanten geschleudert. Es gab 43 Tote. Seitdem wurden in ganz China die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

In der Unruheregion Xinjiang waren Hunderte festgenommen und mutmaßliche Terrorgruppierungen ausgehoben worden. Amtlich war von "23 terroristischen und extremistisch religiösen Gruppen" die Rede, die man in den uigurischen Präfekturen Hotan, Kashgar und Aksu "ausgeschaltet" habe.

Wegen der Spannungen zwischen der muslimischen Minderheit der Uiguren und den Han-Chinesen gilt die Region Xinjiang schon lange als Konfliktherd. Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen. Ressentiments und Vorurteile sitzen auf beiden Seiten tief. Das muslimische Turkvolk fühlt sich wirtschaftlich, politisch und kulturell von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Umgekehrt wirft Chinas Regierung uigurischen Gruppen Separatismus und Terrorismus vor.

SC/kis (afpe, APE, dpa)