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'In Frieden leben'

Weshalb laufen Schüler Amok? Ist die PKK eine Terror- oder eine Befreiungsorganisation? Diese und andere Fragen haben unsere Leser in der vergangenen Woche beschäftigt.

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Ausnahmezustand in Pakistan

Pakistan war mit Benazir Bhuttos Rückkehr der Demokratie etwas näher gerückt. Diese Hoffung wurde durch Musharraf zerstört, da er sich durch einen möglicherweise negativen Richterspruch und durch die anstehenden Wahlen in seiner Macht bedroht fühlt. Somit hat er den Ausnahmezustand ausgerufen. Einen positiven Ausgang der gegenwärtigen Lage des Landes kann es meiner Meinung nach nur durch zwei Optionen geben: 1. Musharraf erkennt –eventuell durch internationalen Sanktionen -. dass der von ihm eingeschlagene Weg falsch war und er setzt den entlassenen obersten Richter wieder ein und lässt Wahlen zu. 2. Sollte Musharraf den Ausnahmezustand aufrechterhalten, dann ist die einzige Hoffnung das Volk beziehungsweise die Opposition und Bhutto. Diese müssen sich Ihrer Verantwortung bewusst werden und sich durch Musharraf nicht einschüchtern lassen, sondern für Musharrafs Rücktritt und vorgezogene Neuwahlen demonstrieren. Denn Musharraf kann und wird sicherlich nicht gegen das gesamte Volk militärisch vorgehen. Demokratie ist allerdings noch kein Garant für Frieden. Es könnten dadurch auch radikale Parteien an die Macht kommen und diese würden dann natürlich auch Zugriff auf das pakistanische Atomwaffenarsenal haben. (Irfan Saddiq)

Die PKK

Die PKK ist als Terrororganisation in der EU anerkannt! Warum wird dem NATO-Partner Türkei keine Unterstützung, und damit meine ich nur moralische, gewährt? Es ist auch widersprüchlich, dass die PKK von Belgien aus ihren Propagandasender Roj-TV ausstrahlen darf und viele so genannte Kulturzentren in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Griechenland und vielen anderen Staaten der EU betreibt, in denen eindeutig Aktivitäten für die PKK organisiert werden. Der PKK, die junge kurdische Mädchen und Jungen zwangsweise für ihre Terroraktivitäten gegen die Türkei besonders in europäischen Ländern rekrutiert, Schutzgeld von kurdischen und türkischen Geschäftsleuten erpresst und auch durch Drogenhandel ihren Terrorgruppen finanziert, sollte endlich auch ein für allemal das Handwerk gelegt werden! Die Europäer sollten endlich auch das einhalten, was sie beschlossen haben, nämlich das Verbot der Terrororganisation PKK einhalten und die Mitglieder endlich verhaften und entsprechend bestrafen! Schließlich sind es türkische Soldaten, kurdische/türkische Zivilisten und Polizisten, die durch die hinterlistigen Angriffe der PKK umkommen! Wir, Kurden und Türken, sind es leid, dass die Terrororganisation PKK noch existiert und ihren Terror weiterführt! Der Irak und die USA haben nichts gegen die PKK unternommen! Deshalb muss die Türkei es selbst in die Hand nehmen und die Terrorzellen dieser Terroristen unschädlich machen. (Ugur B.)

Auch nach angeblichen Reformen der AKP-Regierung haben die Kurden nach wie vor keine Freiheiten: Ihnen wurde ihr Land genommen, Ihnen wurde der Himmel genommen und Ihnen wurde auch der Glaube genommen. Ihnen ist nur ihre Sprache geblieben, die selbst verboten und vom Aussterben bedroht ist. Nicht die Kurden sind das Problem, sondern die rassistischen und fundamentalistischen Politiker und das Militär in der Türkei, die mit ihren öffentlichen Äußerungen verantwortlich für politische Morde sind – an Journalisten wie Hrant Dink, an Pfarrern und ihren Gemeindemitgliedern sowie an Menschen, die auf hingerichtet werden, weil sie Bibeln verkaufen. Kurden in der Türkei dürfen ihren Kindern keine kurdischen Namen geben, auf Ausweisen der nicht-muslimischen Kurden wird als Religion "ungläubig" eingetragen. Kurden werden zwangsumgesiedelt, damit die PKK keine Unterstützung von der Bevölkerung erhält, die gewählten Vertreter des kurdischen Volkes im türkischen Parlament werden wie Kriminelle festgenommen, kurdische Wälder werden niedergebrannt, damit sich dort keine PKK-Kämpfer verstecken können. Ich bin als ein Deutscher mit kurdischer Herkunft strikt gegen Krieg, gegen Terror aber auch gegen Staatsterror. Ich kann mir keinen Kurden vorstellen, der nicht Frieden wünscht. Kein Kurde würde zur einer Waffe greifen, wenn er in Frieden und Freiheit leben könnte. Würden wir in Deutschland in Unfreiheit leben wollen, würden wir nicht Widerstand leisten? Der kurdische Widerstand ist kein Terror. (Sinan Alptekin)

Arche de Zoe-Mitarbeiter im Tschad angeklagt

Die Kinder und ihre Familienmitglieder waren bestimmt in Not und glücklich, dass die 103 Kinder aus der Hölle auswandern konnten und in Europa Sicherheit und Chancen bekommen sollten. Alle Hoffnungen dieser Kinder und ihrer Angehörigen wurden vernichtet, denn Gesetz ist Gesetz und ein Kind, das Eltern hat, ist kein Waisenkind - auch wenn es bei diesen Eltern verhungern sollte! Das kann nicht sein. (Maria Sołowiej)

Wenn die bisher bekannt gewordenen Vorwürfe auch nur annähernd stimmen, dann wäre eine lange Haftstrafe sicher gerechtfertigt und würde bei einer vergleichbaren Tat wohl auch hier in Europa verhängt werden. Die Kinder kamen offenbar ausnahmslos nicht aus Darfur, sie waren überwiegend keine Waisen und das Verbinden von nicht vorhandenen Wunden war ja wohl besonders abenteuerlich. Jetzt kann man nur noch darüber spekulieren, warum die "Helfer" diese Massenentführung gestartet hatten. Wollten sie sich wichtig machen? Hofften sie, auf diese Art mehr Spenden für ihre Organisation zu bekommen? Lag ihnen an dem Geld, das die hoffnungsvollen Adoptiveltern ihnen zu zahlen hatten? Ich fände es bedauerlich, wenn sie jetzt etwa auf Druck der französischen Regierung in ihre Heimat entlassen und dann dort zu nur etwas irregeleiteten Helden hochstilisiert würden. (Martin Flemming)

Amoklauf in Finnland

Es ist schrecklich, es ist unbegreiflich. Unsere Gesellschaft hat es sich weltweit angewöhnt, Probleme mit Gewalt zu lösen. Aber das kann nicht gelingen. Man beachte, was nach dem Massaker in Erfurt vielfach gesagt wurde: Die Menschen sollen zusammenhalten, aufeinander achten und eine Gemeinde bilden, in der so etwas niemals passieren kann. Wir haben uns schlecht auf das neue Jahrtausend vorbereitet: Wir haben technische Fortschritte erwartet, aber uns nicht gefragt, ob wir friedlich leben werden. Jetzt zahlen wir den Preis dafür: eine Gewalttat nach der anderen. Hier kommt das Wort Jesu ins Spiel: "Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden leidet?" (Thomas Hofer)

Die Ursache solcher Massaker liegt jedenfalls nicht bei PC-Spielen (so genannten "Killerspielen"). Man sollte sich lieber den Täter genau anschauen und besonders sein soziales Umfeld. Auch wenn die Familien und Freunde "normal" erscheinen - meist ist dem nicht so. Kurz gesagt: Man muss tiefgründiger forschen, um die Ursachen herauszufinden. Natürlich ist es einfacherm, PC-Spiele zu verbieten, aber es gibt Millionen von Spielern, die das nicht einfach so hinnehmen. (Axel)

Der Streit von Lufthansa Cargo mit Russland

Westliche Massenmedien ignorieren, dass Russland und Deutschland noch im Februar 2007 vereinbart haben, dass die Lufthansa den Transitflughafen nach Sibirien verlegen wird. Die Nichterfüllung der Verbindlichkeiten hat dazu geführt, dass Russland Ende Oktober die Transit-Rechte der Fluggesellschaft über seinem Territorium beendet hat. Man darf deshalb nicht behaupten, dass Moskau die Lufthansa erpresst - Moskau fordert einfach die Einhaltung getroffener Vereinbarungen. (Roman Vayzert)

Todesstrafe

Erstens hat kein Mensch das Recht, einen anderen Menschen zu töten. Zweitens kommt es immer wieder vor, dass sich - oft erst nach Jahren - dessen Unschuld herausstellt. Auch wenn das nur einer von hundert oder mehr Fällen wäre, ist das schrecklich! (Renate Ellwanger)

Ich bin gegen die Todesstrafe; allerdings schon für eine lebenslängliche Haft ohne jeglichen Vergünstigungen. Kinderschänder, Mörder und so weiter sollten aus der Gesellschaft verbannt werden und ihre Taten wirklich büßen. Lebenslänglich sollte dann auch lebenslänglich heißen. Arbeit sollte den Täter gewährt werden, nicht aber Fernsehen, Ausgang, Bibliotheken und so weiter. (C. Smoljanow)