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Terrorismus

In der ganzen Türkei Großrazzien gegen IS-Dschihadisten

Immer mehr Anschläge in der Türkei gehen auf das Konto des IS. Die Polizei meldet jetzt einen erfolgreichen Schlag gegen die Dschihadisten. Die meisten Festgenommenen sollen aus dem Ausland stammen.

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Türkisches TV zeigt Polizeiaktion

Der große Gegenschlag kam fünf Wochen nach dem verheerenden Terroranschlag auf den Istanbuler Nobelnachtclub Reina: Die türkische Polizei nahm bei Razzien in mehreren Provinzen insgesamt fast 400 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) fest, wie türkische Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichteten. 150 davon seien in der südlichen Provinz Sanliurfa nahe der syrischen Grenze in Gewahrsam genommen worden, hieß es bei Dogan und DHA. In der Hauptstadt Ankara seien 60 Dschihadisten gefasst worden. Nach Angaben der amtlichen Agentur Anadolu sind die meisten von den Festgenommenen in Ankara keine türkischen Staatsbürger. Weitere Polizeirazzien gab es unter anderem in den Metropolen Istanbul, Izmir und Adana sowie im zentraltürkischen Konya.

Türkei Istanbul - Nachtclub Reina (picture-alliance/R. Hackenberg)

Luxus, Vergnügen und Ausschweifungen im Nachtclub "Reina" am Bosporus in Istanbul: Ziel des islamistischen Terrors

Die türkische Führung unter Staatschef Recep Tayyip Erdogan macht die IS-Extremisten für zahlreiche Terroranschläge im Land verantwortlich. Zu dem Angriff in der Silvesternacht auf den Club Reina mit 39 Toten hatte sich der IS selbst bekannt. Der Hauptverdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam.

Dschihadisten aus Deutschland in Haft 

Nach deutschen Pressemeldungen hat die türkische Polizei auch zwei aus der Bundesrepublik eingereiste IS-Terroristen gefasst. Sie sollen aus Hamburg und Bremen stammen, einer von ihnen war demnach schon einmal in einem Mordvideo der Dschihadisten zu sehen. Nach beiden Männern wurde von Interpol gefahndet. Sie versuchten offenbar ihr Äußeres durch eine Haartransplantation zu verändern und ließen sich von einem plastischen Chirurgen behandeln, wie etwa die Zeitung "Die Welt" berichtet.       

Bombardements in Syrien 

Die türkische Armee kämpft seit August im Nachbarland Syrien gegen die IS-Söldner. Anadolu berichtete am Sonntag, die türkische Luftwaffe habe in den vergangenen 24 Stunden Luftschläge in der nordsyrischen Region Al-Bab geflogen. 33 IS-Kämpfer seien "neutralisiert" - also getötet, verletzt oder gefangen genommen - worden.

Syrien türkisches Militär in der Nähe von al-Rai (Reuters/K. Ashawi)

Türkische Armee schafft Verstärkung Richtung Al-Bab im Norden Syriens

Der "Islamische Staat" wiederum verkündete, in Basaah nahe Al-Bab die protürkischen Rebellen erneut zurückgeschlagen zu haben. Die IS-Milizionäre konnten demnach die Stellungen zurückerobern, nachdem Rebellen die Stadt nur wenige Stunden zuvor für befreit erklärt hatten, meldete auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Dabei hätten die Extremisten auch Selbstmordattentäter eingesetzt. 

SC/se (afpe, dpa, Welt/N24, "Bild")

 

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