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Reise

In Bethlehem bleiben die Besucher aus

Zu Weihnachten bleiben in Bethlehem die Touristen aus, die normalerweise zu dieser Zeit in Scharen in die Stadt strömen. Die Gewaltwelle in Israel und den Palästinensergebieten hinterlässt auch hier ihre Spuren.

Die Hotels seien nicht einmal zu 40 Prozent ausgebucht, sagte Bürgermeisterin Vera Babun in Bethlehem. Üblicherweise seien die Unterkünfte zu Weihnachten voll belegt. "Bethlehem ist leer dieses Jahr", sagte Babun. Die Stadt im Westjordanland ist nach christlichem Glauben der Geburtsort von Jesus Christus.
Seit Anfang Oktober haben Palästinenser in Israel und den Palästinensergebieten bei zahlreichen Angriffen 18 Israelis mit Messern, Waffen oder mit ihren Autos getötet. Die Angreifer wurden dabei meistens von Sicherheitskräften erschossen. Insgesamt starben 128 Palästinenser. Als ein Auslöser für die Gewaltwelle gilt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist.
2014 waren nach Angaben der Touristen-Polizei im Dezember 78 783 Besucher nach Bethlehem gekommen, im ganzen Jahr rund 1,1 Millionen. Bis Ende November 2015 reisten 798 000 Touristen an. Bürgermeisterin Babun spricht von einem Zustand der Abnormalität gerade in den Palästinensergebieten. "Bethlehem ist die Stadt des Friedens", sagt Babun. "Und hier herrscht kein Frieden."

cd /ks (dpa)