1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Ägypten

In Ägypten 31 Todesurteile wegen Mordanschlag auf Chefankläger

Er war das ranghöchste Terroropfer aus der ägytischen Führung. Die Beisetzung des 2015 getöteten Generalstaatsanwalts Barakat wurde wie ein Staatsakt begangen. Jetzt ergingen in Kairo die Urteile.

Beerdigung des Generalstaatsanwalt Ägyptens in Kairo (picture-alliance/dpa/Egyptian Presidency)

Große Zeremonie in Kairo bei der Beerdigung Hischam Barakats

Ein Gericht in der ägyptischen Hauptstadt hat 31 Menschen wegen des Mordes an dem ehemaligen Generalstaatsanwalt des Landes zum Tode verurteilt. Hischam Barakat war 2015 bei einem Autobombenanschlag auf seinen Konvoi in Kairo getötet worden. Der Chefankläger ist das prominenteste Opfer in einer Reihe von Anschlägen in dem Staat am Nil seit 2013.

Die Staatsführung machte Islamisten der Muslimbruderschaft und der Hamas für den Terrorüberfall verantwortlich. Aber auch der ägyptische Ableger der Dschihadisten des "Islamischen Staats" hatten damals dazu aufgerufen, Vertreter von Justiz und Polizei zu ermorden.  

Ägypten Bombenanschlag auf einem Generalstaatsanwalt (Getty Images/AFP/Khaled Desouki)

Verheerender Anschlag auf den Konvoi des Chefanklägers Barakat in Kairo im Juni 2015

Wie das staatliche Fernsehen berichtete, wird das Urteil nun für eine Einschätzung an den Großmufti überstellt, die aber nicht bindend ist. Am 22. Juli will das Gericht seine Entscheidung dann bestätigen oder verwerfen. Danach kann Berufung gegen den Richterspruch eingelegt werden.

Das ägyptische Militär hatte nach Massenprotesten im Juli 2013 den islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi von der nun verbotenen Muslimbruderschaft entmachtet. Seitdem sind in Ägypten vor allem Polizisten bei Angriffen mit Bomben getötet oder erschossen worden. Im September 2013 überlebte der damalige Innenminister Mohammed Ibrahim einen Bombenangriff.

Dem Anschlag auf Barakat folgte eine weitreichende Verschärfung der Sicherheitsgesetze in dem Land, die auch die Presse- und Meinungsfreiheit empfindlich einschränkte. 

SC/fab (rtre, dpa)

 

Die Redaktion empfiehlt