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Fußball

Immobile schießt BVB ins Viertelfinale

Borussia Dortmund lässt sich von Pokalschreck Dynamo Dresden nicht überrumpeln. Auch die Bundesligisten SC Freiburg, Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim stehen in der Runde der letzten Acht.

Ciro Immobile verteilt nach einem seiner beiden Treffer für den BVB Kusshände. Foto: Getty Images

Ciro Immobile, zweifacher Torschütze für Borussia Dortmund

Dank des zuletzt häufig gescholtenen Torjägers Ciro Immobile steht Borussia Dortmund im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Italiener erzielte beim 2:0 (0:0) bei Pokalschreck Dynamo Dresden beide Treffer (50. und 90. Minute). Der Drittligist, der zuvor den FC Schalke 04 und VfL Bochum aus dem Wettbewerb geworfen hatte, spielte mutig mit, wurde dafür aber nicht belohnt. Eine Schrecksekunde erlebten die Fans der Dortmunder in der 24. Minute, als Nationalspieler Marco Reus verletzt vom Platz musste. Erste Diagnose: eine Knieprellung.

Klopp: "Charaktertest bestanden"

Reus verletzt auf dem Rasen. Foto: Reuters

Reus verletzt sich erneut

Ohne Reus und die angeschlagenen Nuri Sahin und Pierre-Emerick Aubameyang, die gar nicht erst aufgelaufen waren, fehlte es dem BVB an zündenden Ideen. Kurz nach der Pause fing Immobile einen Querpass von Dynamo-Kapitän Michael Hefeles ab und schoss zum 1:0 für den BVB ein. Eine Viertelstunde vor Schluss verpasste der eingewechselte Ramos mit einem Pfostenschuss die Vorentscheidung. In der letzten Minuten machte dann Immobile den Sieg perfekt, als er einen Konter zum 2:0 abschloss. "Das war für uns ein Charaktertest, deshalb bin ich sehr froh", sagte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. "Für die schlechten Platzverhältnisse haben wir zu kompliziert gespielt. Aber 2:0 gewonnen, in 90 Minuten, das ist absolut okay."

Doppelschlag entscheidet

Der SC Freiburg gewann das einzige Bundesliga-Duell im Pokal-Viertelfinale. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich besiegte den 1. FC Köln mit 2:1 (2:0). Die Gäste blieben damit im sechsten Pflichtspiel hintereinander sieglos. Ein Eigentor von Anthony Ujah per Kopf nach einem Eckball (17.) brachte die Kölner auf die Verliererstraße. Schon zwei Minuten später stand es 2:0 für Freiburg: Vladimir Darida (19.) hatte nach einem schnellen Angriff der Hausherren getroffen. Die Kölner mussten nach dem Doppelschlag offensiver spielen, die Hausherren lauerten auf Konter. Die hochkarätigste Chance zum Anschlusstreffer vergab Kevin Vogt (68.), als er das Kunststück fertig brachte, den Ball freistehend aus kurzer Distanz über das Freiburger Tor zu schießen. FC-Torwart Timo Horn verhinderte die vorzeitige Entscheidung zugunsten der Freiburger, als er einen Foulelfmeter von Darida (65.) parierte. Dem eingewechselten Neuzugang Deyverson (89.) gelang kurz vor dem Abpfiff noch das 1:2 aus Kölner Sicht, doch sein Treffer kam zu spät. FC-Trainer Peter Stöger war bedient: "Das war viel zu wenig. So kann man weder in Meisterschaft noch Pokal bestehen."

Calhanoglu bricht den Tor-Bann

Bayer 04 Leverkusen musste gegen den 1. FC Kaiserslautern nachsitzen. Der Tabellenvierte der Fußball-Bundesliga setzte sich gegen den Dritten der 2. Liga erst nach Verlängerung mit 2:0 (0:0) durch. Damit gelang der Mannschaft von Trainer Roger Schmidt die Revanche für die Pokalniederlage in der vergangenen Saison, als Leverkusen im Viertelfinale zu Hause gegen Kaiserslautern mit 0:1 nach Verlängerung verloren hatte. "Es war besser als im letzten Jahr. Auch wenn es in der ersten Halbzeit etwas zäh war", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler nach dem Spiel. "Wir haben Geduld gehabt und sind verdient weiter." Die Tore erzielten Hakan Calhanoglu (102.) per herrlichem Freistoß und der eingewechselte Stefan Kießling (113.).

Hakan Calhanoglu freut sich über sein Freistoßtor gegen Kaiserslautern. Foto: Reuters

Hakan Calhanoglu (2.v.r.), der Mann für gewisse Schüsse

In der regulären Spielzeit waren die Leverkusener Spieler zwar deutlich häufiger als ihre Gegner am Ball, wirkten jedoch müde. Je länger die Partie dauerte, desto mutiger spielte Kaiserslautern mit und hatte auch Gelegenheiten, in Führung zu gehen. In der Verlängerung hatte zunächst Leverkusens Karim Bellarabi mit einem Lattenschuss (98.) Pech, ehe Freistoßspezialist Calhanoglu mit seinem Schlenzer aus über 20 Metern über die FCK-Mauer hinweg den Tor-Bann brach. Kießling nutzte dann ein Missverständnis zwischen Kaiserslauterns Torwart Marius Müller und Verteidiger Willi Orban zum zweiten Tor, nachdem er noch kurz zuvor eine hundertprozentige Chance vergeben hatte.

Murmel nur im Aalener Kasten

Eugen Polanski, Torschütze zum 1:0 für Hoffenheim in Ahlen. Foto: Getty Images

Eugen Polanski bringt Hoffenheim auf die Siegerstraße

Wie Leverkusen mühte sich auch 1899 Hoffenheim gegen einen Zweitligisten ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Angeführt vom starken Kevin Volland feierte die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol beim Vorletzten der 2. Fußball-Bundesliga einen 2:0 (1:0)-Arbeitssieg. Eugen Polanski (16.) und Volland (56.) trafen für den Bundesligisten. Ein Klassenunterschied war in der Partie selten zu sehen. "Es war eine unangenehme, schwere Aufgabe. Wir sind froh, dass wir sie gemeistert haben", sagte Hoffenheims Trainer Gisdol nach dem Abpfiff. Sein Aalener Kollege Stefan Ruthenbeck beklagte einmal mehr die Abschlussschwäche seines Teams: "Wir schaffen es einfach nicht, die Murmel in den Kasten zu bekommen."

Am Mittwoch werden die letzten vier Viertelfinalisten ermittelt (alle Spiele im DW-Liveticker). Bundesligist VfL Wolfsburg tritt beim Zweitligisten RB Leipzig an, Werder Bremen beim Drittligisten Arminia Bielefeld (beide Spiele ab 19.00 Uhr MEZ). Später (20.30 Uhr) spielt Bundesligist Borussia Mönchengladbach beim Viertligisten Kickers Offenbach, und Titelverteidiger FC Bayern München empfängt den Zweitligisten Eintracht Braunschweig.
Wenn Sie noch einmal in die Pokalspiele vom Dienstag eintauchen wollen, können Sie hier im Liveticker nachlesen:

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