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Aktuell Nahost

Immer wieder Tote in Syrien trotz UN-Beobachter-Mission

Das kleine Vorauskommando der UN-Beobachter in Syrien kann die Massaker und Verhaftungen nicht verhindern. Aktivisten meldeten zum Wochenbeginn weitere Tote durch Angriffe des Regimes.

Nachdem am Montag landesweit mehr als 60 Menschen von den Truppen des Regimes getötet worden sein sollen, soll die Armee am Dienstag Ziele im Umland von Hama und in Homs angegriffen haben. Dies teilte die in London ansässige "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mit.

Syrische Medien berichteten zudem von einer Bomben-Detonation mitten in der Hauptstadt Damaskus. Aktivisten meldeten, der Fahrer des Wagens, in dem der Sprengsatz platziert wurde, sei durch die Explosion auf dem zentralen Al-Mardsche-Platz ums Leben gekommen. Laut anderer Berichte gab es drei Verletzte.

Nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter sei auch ein hochrangiger Funktionär des Geheimdienstes in Damaskus am frühen Dienstagmorgen ermordet worden. In dem Vorort Sajjida Zeinab habe es ein Gefecht zwischen den Regierungstruppen und einer Gruppe von Deserteuren gegeben.

Annan berichtet an UN-Sicherheitsrat

Am Abend werden die aktuellen Kämpfe und Anschläge wohl Inhalt der Debatte des UN-Sicherheitsrates sein. Auch der UN-Sondergesandte für Syrien, Kofi Annan, soll dabei per Video zugeschaltet werden. Er will über die ersten Erfahrungen der UN-Beobachter berichten.

In this photo released by the Syrian official news agency SANA, a UN observer and Syrian army offPro-Assad-Anhänger begrüßen die UN-Beobachter in Homs (Foto: dapd)

Pro-Assad-Anhänger begrüßen die UN-Beobachter in Homs

Bislang sind in Syrien lediglich acht Beobachter im Einsatz, von denen zwei dauerhaft in der Protesthochburg Homs stationiert sind. Die anderen UN-Militärbeobachter fuhren am Dienstag nach Angaben von Augenzeugen in die Provinz Idlib, ins Umland von Damaskus und in die Provinz Aleppo. Am Abend werden drei weitere unbewaffnete Beobachter erwartet. In den kommenden Tagen soll ihre Zahl auf 30 ansteigen, sagte ein UN-Sprecher in Damaskus.

Die Führung in Damaskus hat offiziell einer international vermittelten Waffenruhe zugestimmt, die UN-Beobachtermission soll die Einhaltung überwachen. Der seit 13 Monaten andauernde Konflikt hat nach Schätzungen der UN bisher mehr als 9000 Menschen das Leben gekostet.

li/as (afp, dapd, dpa, rtr)