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Kultur

Immer wieder russische U-Boot-Unfälle

In der russischen U-Boot-Flotte passieren immer wieder Unfälle, zum Teil mit schweren Folgen. Eine Chronologie der schlimmsten Unglücke seit den 1980er Jahren.

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Der Untergang der 'Kursk' war eine von vielen Katastrophen

21. August 1980: Ein sowjetisches Atom-U-Boot der "Echo"-Klasse mit einer Wasserverdrängung von 6000 Tonnen gerät mit fast 100 Besatzungsmitgliedern an Bord 140 Kilometer östlich des japanischen Hafens Okinawa in Brand und funkt um Hilfe. Neun Seeleute sterben. Der Unfall wurde bisher nicht offiziell aufgeklärt.

24. Juni 1983: Vor der Halbinsel Kamtschatka im Nordpazifik versinkt ein sowjetisches Atom-U-Boot der "Charlie"-Klasse im Nordpazifik. Nach US-Angaben kommen 90 Besatzungsmitglieder ums Leben; die UdSSR spricht von 17 Toten.

18. Juni 1984: Bei einer Explosion im Reaktor eines sowjetischen Atom-U-Bootes sterben in der Barentssee zehn Menschen.

3. Oktober 1986: Ein sowjetisches U-Boot der "Yankee"-Klasse wird bei einer Explosion und einem Brand während einer Tauchfahrt 1000 Kilometer östlich von Bermuda schwer beschädigt. Sowjetischen Angaben zufolge kommen drei Seeleute ums Leben. Der Rest der Besatzung wird von sowjetischen Schiffen gerettet, bevor das U-Boot sinkt. Ein russischer Atomwissenschaftler geht später davon aus, dass in Folge der Beschädigung von Atomsprengköpfen Plutonium 239 in den Atlantik geschwemmt wurde.

7. April 1989: Auf einem sowjetischen Atom-U-Boot vom Typ "Mike", einem der modernsten seiner Klasse, bricht nach einer Explosion ein Feuer aus. Die "Komsomolez" sinkt 500 Kilometer vor der norwegischen Küste. 42 Seeleute kommen ums Leben. 27 werden gerettet. Zwei Torpedos des in Brand geratenen Bootes sind mit Atomsprengköpfen bestückt. Im April 1994 beschließen russische Experten, den Bug des untergegangenen Bootes zu versiegeln, um eine Verseuchung des Meeres mit Plutonium zu verhindern.

26. Juni 1989: Vor der norwegischen Küste gerät ein sowjetisches Atom-U-Boot der "Echo-II"-Klasse in Brand. Aus späteren Spuren von radioaktivem Jod-131 im Meerwasser schließen Wissenschaftler, dass der Reaktor des Bootes offenbar kurz vor der Kernschmelze stand. Eine unbekannte Zahl an Mannschaftsmitgliedern wird verletzt.

29. Mai 1992: Bei einer Explosion auf einem russischen Atom-U-Boot der Nordmeerflotte kommt ein Besatzungsmitglied ums Leben, vier weitere werden zum Teil schwer verletzt.

21. März 1993: Ein russisches Atom-U-Boot der "Delta-III"-Klasse und das amerikanische Atom-U-Boot "Grayling" stoßen in der Barentssee vor der russischen Nordküste zusammen. Die Besatzungen bleiben unverletzt, die Boote werden nur leicht beschädigt.

Sommer 1993: Bei einem Unfall auf einem russischen Atom-U-Boot kommen 21 Seeleute ums Leben, zwei weitere werden verletzt. Das Marinekommando versucht den Vorfall zu vertuschen.

26. Januar 1998: Bei einem Gasunfall in der Reaktorkammer eines vor der Halbinsel Kola nahe der norwegischen Grenze stationierten U-Boots stirbt ein Marineoffizier. Vier weitere Seeleute werden schwer verletzt. Der Unfall ereignet sich auf dem Marinestützpunkt Listafjord. Bei Reparaturarbeiten an einer Gasleitung war Ammoniak ausgetreten. Radioaktive Substanzen werden bei dem Unfall nicht freigesetzt.

12. August 2000: Das atomgetriebene U-Boot "Kursk" sinkt nach der Explosion eines Torpedos bei einem Manöver in der Barentssee auf 110 Meter Tiefe. Trotz verzweifelter Rettungsversuche kommen alle 118 Besatzungsmitglieder uns Leben. Russland bemüht sich erst spät um internationale Hilfe.

30. August 2003: Auf dem Weg zur Verschrottung sinkt das ausgemusterte Atom-U-Boot "K-159" in der Barentssee. Neun Seeleute kommen ums Leben.

4. August 2005: Ein russisches Mini-U-Boot mit sieben Matrosen an Bord steckt auf dem Meeresboden vor der Halbinsel Kamtschatka fest. (reh)

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