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Deutschland

Immer weniger Verkehrstote in Deutschland

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf einen historischen Tiefstand gesunken. Dennoch fordern Verkehrsverbände Politik und Autohersteller zum Handeln auf.

Kreuz am Rand einer Landstraße (Foto: dpa)

Positive Entwicklung: Immer weniger Todesopfer im Straßenverkehr

Auf Deutschlands Straßen sind noch nie so wenig Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden wie 2009. Wie das Statistische Bundesamtes in Wiesbaden am Donnerstag  (25.02.2010) mitteilte, ging die Zahl der Todesopfer auf 4160 zurück. Das waren 317 Tote oder 7,1 Prozent weniger als im Jahr 2008. Damit setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Dennoch starben immer noch durchschnittlich elf Menschen pro Tag bei Unfällen im Straßenverkehr.

Rettungskräfte bergen Unfallopfer (Foto: dpa)

Gurtmuffel: Viele getötete Autofahrer waren nicht angeschnallt

Auch die Zahl der im Straßenverkehr verletzten Menschen ging 2009 zurück. Wie die Statistiker mitteilten, sank sie um 2,7 Prozent auf insgesamt 397.900. Die Gesamtzahl der von der Polizei registrierten Unfälle stieg dagegen leicht um 0,5 Prozent auf rund 2,3 Millionen.

Autoclub: Startsperre für Gurtmuffel

Der Auto Club Europa (ACE) hält es für möglich, dass die Zahl der Verkehrsopfer im laufenden Jahr auf weniger als 4000 sinken wird. Das setze aber enorme Anstrengungen bei der Unfallverhütung voraus. Der Verband wies darauf hin, dass knapp 30 Prozent aller getöteten Autofahrer keinen Gurt angelegt hatten. Mit einer automatischen Startsperre in den Fahrzeugen wären 2009 demnach gut 1000 Todesopfer weniger zu beklagen gewesen.

Grafik: DW-Grafik Olof Pock

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) forderte ein striktes Alkoholverbot im Straßenverkehr. "Wer konsequent alles unternehmen will, um Unfälle mit Toten und Verletzten zu vermeiden, kommt nicht umhin, null Promille für alle Fahrer verbindlich vorzuschreiben", erklärte der stellvertretende VCD-Bundesvorsitzende Werner Korn.

Autor: Dominik Jozic (apn, kna, dpa)
Redaktion: Oliver Samson

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