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Wirtschaft

Immer weniger Firmenpleiten in Deutschland

Gleich im Januar meldete das Verlagshaus Weltbild Insolvenz an. Doch insgesamt ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gesunken.

Insgesamt habe es in diesem Jahr 23.800 (2013: 26.120) Unternehmensinsolvenzen gegeben, teilte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mit. Das sei der niedrigste Stand seit Einführung der Insolvenzordnung vor 15 Jahren. "Der fünfte Rückgang in Folge wurde begünstigt durch einen vergleichsweise einfachen Zugang zu Finanzmitteln, eine positive Ertragssituation im Mittelstand und weitgehende konjunkturelle Stabilität", so Creditreform.

Die größte Insolvenz betraf die

Verlagsgruppe Weltbild

mit rund 6.800 Beschäftigten. Pleite gingen außerdem die Modekette Strauss Innovation, der Windpark-Finanzierer

Prokon

und die Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa). In erster Linie seien es aber sehr kleine Firmen mit maximal fünf Mitarbeitern gewesen, die in die Krise geschlittert seien, erklärte Creditreform.

Geringere Schadenssumme wegen Insolvenz

Die Insolvenzschäden beziffert die Wirtschaftsauskunftei in diesem Jahr auf 26,1 Milliarden Euro. Im letzten lag der Wert bei 26,9 Milliarden Euro. "Die aktuelle Schadenssumme ist im Vergleich der zurückliegenden zehn Jahre niedrig, was auch auf eine geringe Zahl an Großinsolvenzen zurückzuführen ist", schrieb Creditreform in der Pressemitteilung am Mittwoch.

Eine Entspannung machen die Experten auch bei den privaten Verbraucherinsolvenzen aus: Hier sank die Zahl im bisherigen Jahresverlauf auf 86.900 (91.360) Fälle. Creditreform verwies auf höhere Tarifabschlüsse, eine geringere Arbeitslosenquote und eine niedrige Inflationsrate. Das alles helfe den Menschen in Deutschland, ihre Finanzen im Griff zu halten.

zdh/qu (rtr, dpa, Creditreform)

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