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Deutschland

Immer weniger Bafög-Empfänger in Deutschland

Immer weniger Studenten in Deutschland beantragen staatliche Unterstützung. Eigentlich war mit einer Reform das Gegenteil beabsichtigt worden. Doch die Realität sieht anders aus.

Unter den Schülern und Studenten in Deutschland sinkt die Zahl der Bafög-Empfänger immer weiter. Im vergangenen Jahr erhielten 823.000 Menschen die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög) - noch einmal 5,5 Prozent weniger als 2015 (minus 5,9 Prozent). Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden weiter berichtete, waren 2016 unter den Geförderten rund 239.000 Schüler (minus 7,6 Prozent) und 584.000 Studierende (minus 4,5 Prozent).

Reform greift nicht 

Für manche scheint der bürokratische Aufwand zu hoch, andere scheuen die Rückzahlung nach Ende der Ausbildung. Nur knapp die Hälfte der Bafög-Empfänger (48 Prozent) erhielt im vergangenen Jahr den maximalen Förderbetrag, der für Studenten jetzt bei 735 Euro pro Monat liegt. Im Durchschnitt erhielten geförderte Schüler monatlich 435 Euro (plus 14 Euro) und geförderte Studierende 464 Euro (plus 16).

Seit 2015 finanziert der Bund das Bafög allein und nimmt den Ländern damit über eine Milliarde Euro pro Jahr an Kosten ab. Die zum Wintersemester 2016/17 greifende Reform dieser Ausbildungsförderung sollte eigentlich zur Folge haben, dass mehr Schüler und Studenten die staatliche Hilfe erhalten. Im vergangenen Jahr gab der Staat laut Statistischem Bundesamt dafür 2,9 Milliarden Euro aus, 102 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor (minus 3,4 Prozent).

ml/se (dpa, rtr)