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Europa

Immer noch Rätsel um die "Arctic Sea"

Drei Wochen lang war der Frachter "Arctic Sea" verschwunden. Jetzt ist er wieder da - doch das Rätselraten geht weiter. Informationen aus Moskau kommen nur nach und nach und es bleibt Raum für Spekulationen.

Ein großer Frachter auf dem Meer (Foto: AP)

Die "Arctic Sea" gibt Rätsel auf

Der verschwundene Frachter "Arctic Sea" ist zwar wieder aufgetaucht, aber viele Fragen sind immer noch ungeklärt. Waren es wirklich Piraten, die das Schiff entführt haben? Wurde Lösegeld gezahlt? Oder ging es um den illegalen Transport von Waffen nach Algerien? Das vermutet der estnische EU-Referent für Piraterie, Tarmo Kouts. Die "merkwürdige Geschichte" um das mit Holz beladene Schiff könne eigentlich nur mit illegalem Waffenhandel erklärt werden, sagte er am Mittwoch (19.08.2009) einer estnischen Zeitung.

Waffen unter Baumstämmen versteckt?

Holztransporte eigneten sich am besten für den Schmuggel von Waffen, sagte der EU-Experte Kouts weiter. Flügelraketen könne man beispielsweise gut unter den Baumstämmen verstecken. Der "ungeheure Aufwand der Russen" bei der Suche und Befreiung des Frachters sei nur damit zu erklären, dass an Bord des Schiffs wohl Waffen geschmuggelt worden seien.

Die "Arctic Sea" sollte offiziell Holz im Wert von über einer Million Euro von Finnland nach Algerien bringen. Den letzten Funkkontakt hatte die britische Küstenwache am 28. Juli, als der Frachter den Ärmelkanal durchquerte. Am Montag (17.08.2009) habe die russische Schwarzmeerflotte den Frachter aus der Gewalt der Piraten befreit, teilte Moskau mit. Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter mit seinen fünfzehn Besatzungsmitgliedern war in der Nähe des westafrikanischen Inselstaats Kap Verde, rund 500 Kilometer vor der westafrikanischen Küste, aufgespürt worden. Acht mutmaßliche Entführer des Frachtschiffs "Arctic Sea" seien verhaftet worden.

Mit Sprengungen gedroht

Am Mittwoch (19.08.2009) hat Moskau zum ersten Mal bestätigt, dass es eine Lösegeldforderung für die "Arctic Sea" gegeben habe. Die Seeräuber hätten nach ihrem Überfall gedroht, das Schiff zu sprengen, sollte das Geld nicht gezahlt werden, teilte das russische Verteidigungsministerium nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax mit. Die Besatzung des Frachters und die festgenommenen mutmaßlichen Seeräuber werden noch von russischen Behörden vernommen.

Zeitweise hatten rund 20 Länder nach dem fast 100 Meter langen Frachter gesucht. Russlands NATO-Botschafter Dmitri Rogosin sprach von einer "glänzenden" Rettungsaktion. (kuk/cb/dpa/afp)

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