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Kultur

Immer neue schreckliche Zahlen

Ungeachtet der weltweiten Hilfe für die Flutopfer in Südasien steigt die Zahl der Toten immer weiter. Die Gesamtopferzahl der Katastrophe betrug nach Angaben von Regierungen und Behörden mehr als 130.000.

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Allein in Indonesien starben nach vorläufigen Angaben fast 80.000 Menschen, fast 27.000 mehr als bisher bekannt. Am zweitstärksten von der Flutwelle betroffen ist Sri Lanka. Und noch immer werden Tausende Menschen noch vermisst.

Den Anstieg der Zahl der Toten in Indonesien um knapp

Seebeben Bergung von Opfer in Thailand

Immer mehr Tote werden geborgen

28.000 führte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Jakarta auf die Entdeckung weiterer Leichen auf der Insel Sumatra zurück. Dort gab die Regierung die Zahl der Toten am Donnerstag mit 24.743 an. Das Kinderhilfswerk UNICEF schätzte, dass die Provinzhauptstadt Banda Aceh zu 60 Prozent zerstört ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezifferte die Zahl der Menschen, die in Indonesien durch die Flut obdachlos wurden, auf bis zu drei Millionen Menschen.

Kritische Situation in Indonesien

Besonders die Lage in Indonesien ist trotz der großen internationalen Hilfsbereitschaft prekär. Viele Gebiete der am schlimmsten betroffenen Provinz Aceh sind weiter von der Außenwelt abgeschnitten. In der Provinzhauptstadt Banda Aceh, wo nur eines von drei Krankenhäusern arbeitete, konnte Verletzten kaum geholfen werden. An schnellen Hilfslieferungen für Aceh mangelt es nicht. Das Problem ist, dass die Hilfe nicht ankommt. Auf dem Flughafen von Banda Aceh stauten sich die Lieferungen, weil es zu wenig Transportmöglichkeiten gebe, sagt der Regierungsbeamte Purnomo Sidik von der indonesischen Katastrophenhilfe. Da Depots zerstört seien, fehle es an Treibstoff. Auf dem Flughafen der größten Stadt auf Sumatra, Medan, blieben zahllose Flugzeuge am Boden, weil kein Kerosin da ist. "Es gibt viele Hilfslieferungen", sagt Sidik. "So viele, dass es ein Problem ist, die Transportflugzeuge zu parken."

Gipfel verschoben

Eine Reporterin des Nachrichtensenders NDTV berichtete aus Port Blair, der Hauptstadt der Inselgruppe Andamanen und Nikobaren, von "unglaublicher und vollständiger Panik" auf den Straßen. Menschen um sie herum weinten. Auf dem Festland wurden Dutzende Küstenabschnitte evakuiert, die Polizei sperrte Straßen ab. Augenzeugen an den Stränden sprachen von gespenstischen Szenen.

Seebeben Hilfe vom Roten Kreuz auf Sri Lanka

Rotes Kreuz schickt Hilfe nach Sri Lanka

Der indische Premierminister Manmohan Singh besuchte am Donnerstag Katastrophengebiete im Süden des Landes. Er versicherte, die Regierung werde "alles Menschen mögliche unternehmen, damit die Leute ihre Leben wieder beginnen können". Singhs Büro wies Berichte zurück, dass Indien ausländische Hilfe abgelehnt habe. Das bitter arme Bangladesch schickte Hilfe nach Sri Lanka und auf die Malediven. Der Gipfel der Südasiatischen Vereinigung für Regionale Zusammenarbeit (SAARC), der am 9. Januar in Dhaka beginnen sollte, wurde auf Antrag Sri Lankas und der Malediven auf unbestimmte Zeit verschoben. (mik)

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