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Immer mit der Ruhe

Ruhende Pole, die in sich selbst ruhen, besitzen sie. Ruhelose ohne innere Ruhe sehnen sich nach ihr. Zu ihren Widersachern gehören Hektik, Unruhe, Stress. Am Ende des Lebens findet sie aber jeder.

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Immer mit der Ruhe – die Folge als MP3

Sie ist lebenswichtig – für Menschen, Tiere, Pflanzen. Für die ganze Natur. Aus ihr schöpfen wir Kraft, in ihr liegt das Geheimnis kluger und wichtiger menschlicher Entscheidungen. Manchmal sehnen wir uns nach ihr, wenn wir müde und abgespannt sind, wenn der Arbeitstag kein Ende nehmen will. Wenn Lärm und hektisches Getriebe überhand nehmen, ist sie der Gegenpol, der uns Entspannung schenkt: die Ruhe.

Der Ruhetag zum Ausruhen

Der Mensch braucht Ruhe. Nicht umsonst gibt es in Deutschland in manchen Regionen ganz offiziell die Mittagsruhe, während der man nicht Rasen mähen darf und auch sonst alles unterlassen sollte, was ruhestörend ist. Der Ruhetag, der Tag, an dem die Arbeit ruhen soll, ist in den christlichen Religionen der Sonntag. Ruhetag haben aber auch diejenigen, die ihren Betrieb an diesem Tag geschlossen haben, wie etwa die Stammkneipe um die Ecke. Schließlich will der Wirt auch einmal seine Ruhe haben.

Einen Nachmittag auf der Couch verbringen, ist ja schließlich auch etwas Feines. Nicht nur für den Wirt! Ob Sofa, Chaiselongue oder Couch – das alte deutsche Wort für dieses wunderbare Möbel – heißt Ruhebank. Klingt ein bisschen härter. Aber es lässt sich wunderbar mit Ruhekissen polstern, die sie in Verbindung mit dem guten Gewissen zum besten Ruheplatz machen, auf dem man sich zur Ruhe begeben kann. Denn ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen.

Immer mit der Ruhe!

Ein schlafendes Baby im Flechtkorb

Mancher findet die Nachtruhe auch woanders

Die Nachtruhe hingegen findet normalerweise im Bett statt. Eine angenehme Nachtruhe ist leider aber erschreckend vielen Menschen nicht vergönnt. Sehen wir einmal von äußeren Umständen ab, so können viele nur schwer Ruhe und Schlaf finden, weil sie als Dauerzustand keine innere Ruhe haben.

Zu dieser Art von Ruhe zu kommen, ist manchmal schwer. Auch der Ratschlag eines Arztes: „Sie brauchen unbedingt Ruhe!“, kann nicht immer beherzigt werden, weil ja noch so viel erledigt werden muss. Nun gibt es ja die glücklichen Zeitgenossen, die in sich selbst ruhen, die nichts, aber auch gar nichts aus der Ruhe bringen kann, die ruhende Pole unter den Unruhigen sind. Nach dem Motto „Immer mit der Ruhe!“ gehen sie in aller Ruhe und Beschaulichkeit durchs Leben.

Ruhe bewahren!

Diese Seelenruhe beschert zwar eine gewisse Zufriedenheit. Sie kann aber auch den Blick auf das, was sonst noch geschieht, ziemlich trüben. Gemütsmenschen, die sozusagen die Ruhe selbst sind oder die Ruhe weg haben, können etwa nervöseren Individuen durchaus auf die Nerven gehen. Diese müssen deshalb noch lange keine Unruhegeister sein.

Unbestritten ist allerdings, dass jemand besser dran ist, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Gerade in Krisensituationen ist es manchmal wichtig, die Ruhe zu bewahren, in Ruhe zu überlegen und in Ruhe abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt, um dann aus der Ruhe heraus Entscheidungen zu treffen.

Die Ruhe vor dem Sturm

Symbolbild: Grashalme und ein dunkel bewölkter HImmel

Eine trügerische Ruhe!

Es gibt aber auch so etwas wie eine bedrohliche Ruhe. Hierzu gehört die Ruhe vor einem Gewitter oder vor einem Sturm: Kein Blatt bewegt sich, kein Vogel singt, eine merkwürdige Stille, die keine ist, senkt sich vom Himmel. Bleiern steht die Luft.

Diese Ruhe in der Natur wird auch im übertragenen Sinne verwendet: Die Ruhe vor dem Sturm kann beispielsweise das lastende Schweigen vor einer heftigen Auseinandersetzung sein oder die vermeintliche Ruhe vor einer schlimmen Entscheidung. Es ist eine trügerische Ruhe, die sich einstellt, bevor etwas geschieht, was mit Ruhe dann gar nichts mehr zu tun hat.

In der Ruhe liegt die Kraft

Obwohl es ein trauriges Thema ist, darf auch sie nicht unerwähnt bleiben: die letzte Ruhe, die man findet, auf einem Friedhof oder anderswo. Aber Ruhe hat nun mal auch mit dem Ende des Lebens zu tun. Die Friedhofsruhe suchen bestimmt die wenigsten freiwillig, wenn sie ein ruhiges Plätzchen finden wollen. Jeder dürfte da so sein eigenes haben, um mal auszuruhen von der Hektik des Alltags. Die völlige Ruhe mag derjenige finden, der auch den Gedanken eine Ruhepause gönnt. Denn wie heißt eine alte Weisheit: In der Ruhe liegt die Kraft.






Arbeitsauftrag
Welche Charaktereigenschaften bringst du mit dem Wort „Ruhe“ in Verbindung, welche mit dem Wort „Unruhe“? Erstelle eine Liste von Adjektiven. Schreibe anschließend ein kurzes Gedicht über die „Ruhe“, in dem du auch manche dieser Adjektive verwendest.

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