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Aktuell Nahost

Immer mehr Zivilisten in Kobane getötet

Im syrischen Kobane wächst die Zahl der Unbewaffneten, die durch Beschuss oder durch Hinrichtungen getötet werden. Außerdem fliehen Zehntausende vor den Kämpfen in Al-Hassaka.

Bei den andauernden Angriffen der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) auf die nordsyrische Kurdenstadt Kobane sind bislang mindestens 120 Zivilisten getötet worden. Seit Beginn der jüngsten Offensive am Donnerstagmorgen (Artikelbild) seien zahlreiche Unbewaffnete hingerichtet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Andere Zivilisten seien durch Raketen und Heckenschützen getötet worden, erklärte die in London ansässige Beobachtungsstelle unter Berufung auf Einwohner und Rettungskräfte. IS-Kämpfer hatten am ersten Tag des Vorstoßes drei Selbstmordanschläge in der Stadt verübt und die kurdischen Verteidiger angegriffen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der IS mit großem Einsatz versucht, die Grenzstadt Kobane einzunehmen. Erst Luftangriffe der US-Streitkräfte und verbündeter Armeen hatten die Terrorgruppe zurückgedrängt. Im Januar hatten die syrischen Kurden die weitgehend zerstörte Ortschaft wieder vollständig unter ihre Kontrolle gebracht.

60.000 Menschen auf der Flucht

Die ebenfalls am Donnerstag gestartete IS-Offensive auf die nordost-syrische Provinzmetropole Al-Hassaka trieb nach UN-Angaben 60.000 Menschen in die Flucht. UN-Mitarbeiter in Syrien befürchten, dass bis zu 200.000 Menschen aus der Region fliehen könnten. Die Stadt Al-Hassaka ist geteilt. Während im Norden kurdische Einheiten stationiert sind, ist der Süden unter Kontrolle von regierungstreuen Truppen. Die IS-Kämpfer hatte zwei Stadtteile, die bislang von der Regierung in Damaskus beherrscht wurden, angegriffen.

ago/se (afp, rtr)

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