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Ostmitteleuropa

Immer mehr Ukrainer versuchen mit gefälschten Pässen über die polnische Grenze in den Westen zu gelangen

Warschau, 29.8.2004, POLNISCHES FERNSEHEN 1, poln.

"Jeden Tag versuchen mehrere Personen die polnische Grenze mit einem gefälschten Pass zu überschreiten", teilen Beamte des polnischen Grenzschutzes in der Woiwodschaft Slaskie (Schlesien) mit. Die Mehrheit bilden dabei ukrainische Staatsbürger, die in den reichen Weststaaten der EU ihr Glück suchen.

Die gefälschten Pässe sind in der letzten Zeit zu einer echten Plage geworden. Die Bürger der Ukraine können zwar mit einem Visum nach Polen einreisen, aber weil sie keine Möglichkeit haben, weiter in den Westen zu gelangen, versuchen sie hier ihre Identität zu ändern. Die gefälschten Papiere werden in Polen besorgt und gekauft.

Ein neuer gefälschter Pass kostet zwischen mehreren Hundert und zwei Tausend Euro. Am begehrtesten sind Pässe, die die Staatsbürgerschaft Litauens, Lettlands, Estlands und Israels ausweisen. Zum Glück kann man mit Hilfe modernder Geräte schnell diese Dokumente auf ihre Echtheit prüfen.

Um sich noch besser zu tarnen, versuchen die Betroffenen die Grenze in einem Bus zu passieren, der aus dem Land kommt, dessen Staatsbürgerschaft der Betroffene soeben "bekam". Diese Versuche werden immer öfter unternommen. Davon zeugt auch die Statistik: Im letzten Jahr wurden 50 Versuche entdeckt, die Grenze mit einem gefälschten Pass zu passieren und in den ersten sieben Monaten d. J. wurden schon 60 solche Fälle registriert. (sta)

  • Datum 30.08.2004
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