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Wissen & Umwelt

Immer mehr Tiere sind übergewichtig

Nicht nur Menschen, sondern auch viele Tiere werden immer dicker. Das hat ein amerikanisches Forscherteam an der University of Alabama herausgefunden.

Ein Walross in einem Wasserbecken (Foto: AP)

Egal ob Hunde, Katzen oder Affen: das Risiko, an Übergewicht zu leiden, ist bei zahlreichen Säugetieren in den vergangen Jahrzehnten drastisch gestiegen.

Die Fettleibigkeit der Tiere soll aber nicht nur auf schlechte Ernährung oder mangelnde Bewegung zurückzuführen sein. Die Forscher vermuten, dass auch andere Faktoren für die Gewichtszunahme verantwortlich sind, zum Beispiel bestimmte Viren oder die Klimaänderung. Auch Schadstoffe aus der Umwelt könnten den natürlichen Hormonhaushalt von Menschen und Tieren stören und zu einer Gewichtszunahme führen.

Eine dicke Maus sitzt bei einer Untersuchnung auf einer Waage. (Foto: Waltraud Grubitzsch)

Begonnen hatte die Untersuchung mit einer Studie über Seidenäffchen in einem Forschungslabor. Ohne offensichtlichen Grund hatten die Affen über Jahre hinweg deutlich an Gewicht zugelegt. Weitere Erkenntnisse erhielten die Forscher aus Labordatenbanken und von Tierfutterherstellern. Im Laufe der Zeit sammelten die Wissenschaftler Daten zu mehr als 20.000 Tieren aus acht verschiedenen Säugetiergruppen. Ergebnis: bei allen Populationen war über Jahrzehnte das Gewicht stark angestiegen. Darunter waren Labortiere wie Ratten, Mäuse und Makaken, genauso wie Haushunde und -katzen.

Autor: Jan Bruck (mit dpa)
Redaktion: Judith Hartl