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Aktuell Nahost

Immer mehr Palästinenser treten in den Hungerstreik

Der Hungerstreik der in Israel inhaftierten Palästinenser weitet sich aus. Inzwischen verweigern einem Medienbericht zufolge 1550 Gefangene die Nahrungsaufnahme. Einige befinden sich bereits im Krankenhaus.

Die Zahl der an dem Hungerstreik beteiligten Häftlinge erhöhte sich um 100 allein in den vergangenen zwei Tagen, sagte die Sprecherin des israelischen Justizvollzugs, Sivan Weizman der Nachrichtenagentur AFP.

Zwei palästinensische Gefangene, Bilal Diab und Thaer Halahla, leiteten die Protestbewegung bereits vor mehr als zwei Monaten ein. Der Oberste Gerichtshof Israels sollte sich am Donnerstag mit dem Fall der beiden Gefangenen befassen.

Diab befinde sich inzwischen im Krankenhaus, weil er in der Haft "bei seinem Gesundheitszustand nicht mehr angemessen versorgt werden konnte", wie Weizman sagte. Der Anwalt Dschawad Bulos, der den Häftling am Mittwoch besuchte, sagte, Diab sei an sein Bett gefesselt und werde von vier Aufsehern bewacht.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (Foto: Getty Images)

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas

Acht weitere Gefangene mussten ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte am Montag angekündigt, seine Regierung wolle die Angelegenheit bei den Vereinten Nationen vorlegen

Der Hungerstreik richtet sich vor allem gegen die sogenannte Verwaltungshaft, die es Israel erlaubt, Häftlinge unbegrenzt ohne Erhebung einer Anklage festzuhalten. Insgesamt sitzen in israelischen Gefängnissen rund 4700 Palästinenser ein, davon 310 aufgrund der Regelungen zur Verwaltungshaft.

GD/kle (afp, rtr)

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