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Politik

Im Gespräch bleiben

Bundeskanzler Schröder erhielt am Montag (30.12.) in Schanghai die Ehrendoktorwürde der Tongji-Universität. In einer Rede vor Studenten forderte er freien Datenaustausch über das Internet.

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Medienfreiheit in China ist "Chefsache"

"Ein freies Internet fördert die wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung eines jeden Landes", betonte Schröder am Montag (30.12.2002) vor Studenten der Tongji-Universität in Schanghai. "Innovation und Wirtschaftswachstum sind auf Dauer nur in einer offenen Gesellschaft wirklich optimal zu erreichen", sagte der Kanzler. Auch die Deutschen wollten davon profitieren, dass durch das Internet die Leistungen der großen chinesischen Kultur für jeden Einzelnen zu erfahren seien.

Die von deutschen Wissenschaftlern im Jahr 1907 gegründete Tongji-Universität verlieh dem Kanzler die Ehrendoktorwürde. Schröder nahm diese hohe Auszeichnung zum ersten Mal an. Er ist erst der dritte Ehrendoktor der Tongji-Universität.

Der Transrapid ist startklar

Transrapid in Schanghai Fotomontage

Höhepunkt des Besuches in Schanghai wird die Probefahrt auf der ersten kommerziellen Strecke der deutschen Magnetschwebebahn Transrapid mit Ministerpräsident Zhu Rongji sein. Bei seinem dreitägigen Arbeitsbesuch wird Schröder begleitet von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD), Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) und dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Peer Steinbrück (SPD).

Auf dem Programm von Clement standen am Montag Gespräche in der Entwicklungs- und Plankommission sowie im Außenhandelsministerium, während Stolpe den Eisenbahnminister Fu Zhihuan treffen wollte. Dabei dürfte es auch um Chinas Pläne für mögliche weitere Strecken des Transrapids gehen, die Zhu Rongji in Aussicht gestellt hatte.

Lob für diplomatische Beziehungen

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am Vormittag in Peking den neuen chinesischen Parteichef Hu Jintao getroffen. Zuvor war der Kanzler von Präsident Jiang Zemin im Machtzentrum Zhongnanhai empfangen worden. Bei seinem Treffen mit dem neuen Parteichef, der aller Voraussicht nach im März auch Präsident werden wird, äußerte Schröder seine Überzeugung, dass es auch nach dem Generationswechsel an der Spitze der Kommunistischen Partei Chinas "Kontinuität in den Beziehungen" beider Länder geben werde.

Polizei vor der Großen Halle des Volkes in Peking

Polizei vor der Großen Halle des Volkes in Peking

Schröder gratulierte dem neuen Generalsekretär zu seiner Berufung auf dem 16. Parteitag im November. Als Vizepräsident habe Hu Jintao schon dazu beigetragen, dass die deutsch-chinesischen Beziehungen heute in einem "sehr, sehr guten Zustand" seien. Hu Jintao äußerte sich beeindruckt von der Sympathie der deutschen Bevölkerung für das chinesische Volk und dem Wunsch nach einer weiteren Entwicklung der Beziehungen zur Volksrepublik. (dpa/arn)

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