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Bildung

Ilmenauer Innovationen

Die Technische Universität Ilmenau gilt als eine der besten Hochschulen in den naturwissenschaftlich-technischen Fachbereichen. Vor allem aber ist sie eine der innovativsten.

Installation des Leipziger Künstlers Rainer Weber vor dem Auditorium maximum der Technischen Universität Ilmenau (Foto: picture-alliance / ZB)

"Made for it" - Installation vor dem Audimax der TU Ilmenau

Neue Entdeckungen hatten es schon immer leicht in Ilmenau. Schon 1894 wurde hier, ausgelöst vom Aufschwung der Elektrizität, das "Thüringische Technikum" gegründet. Seither ist viel Zeit vergangen, aber die Lust am Neuen ist den Ilmenauern geblieben. Auch was die Uni betrifft: Ein Teil der alten Lehrstätten wird zwar noch für die Technische Universität (TU) genutzt, der Campus aber ist von der Innenstadt in den Osten, auf den Ehrenberg, gezogen.

Auf der Anhöhe befindet sich heute ein Großteil der Hörsäle und Fakultäten sowie Mensa und Wohnheime. Alles nur einen Steinwurf voneinander entfernt, ein Campus der ganz kurzen Wege. Kein Warten auf Bus oder Bahn, keine Weltreise zwischen den verschiedenen Vorlesungen. Alles ist schnell und bequem erreichbar.

Immer eine Nasenlänge voraus

Das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologie (Feynmanbau) an der Technischen Universität Ilmenau (Foto: picture-alliance / ZB)

Innovative Ideenschmiede: Das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologie

Knapp 7000 Studierende - davon circa 600 ausländische - sind im Wintersemester 2008/2009 an den fünf Fakultäten der TU eingeschrieben. Das Spektrum reicht von Ingenieurwissenschaften über Mathematik bis hin zu Wirtschaft. Ein klares Profil einer Technischen Universität, mit Schwerpunkt auf den Fachbereichen Elektrotechnik und Maschinenbau. In den letzten Jahren sind aber auch zunehmend neue Fächer hinzugekommen, etwa jene aus der Welt der modernen Medien- und Kommunikationstechnik.

Noch immer gilt: Alles, was neu und spannend klingt, könnte auch eine Fachrichtung werden. So gab es in Ilmenau schon 1996 den deutschlandweit ersten universitären Studiengang Medientechnologie. Zehn Jahre später hatte die TU - auch als erste - eine Professur für Computer- und Videospiele. Die Innovationsfreude hat der Hochschule den Ruf einer kleinen und dynamischen Ideenschmiede eingebracht. In den ersten gesamtdeutschen Hochschulrankings landete Ilmenau daher nicht unverdient, wenn auch für manchen überraschend, auf den Spitzenplätzen.

"Kickelhahn" und Kosmopoliten

Laborgebäude für den Maschinenbau auf dem Campus der Technischen Universität Ilmenau (Foto: picture-alliance / ZB)

Moderne Architektur in Glas und Beton: Laborgebäude der Fakultät für Maschinenbau

Den Campus zeichnet aber, neben der fachlichen Kompetenz, auch das fast familiäre Umfeld aus. Jeder kennt hier jeden, die Studentenparty wird so schnell zum Treffen der Seminargruppe. Zwar finden sich auch in Ilmenau Wohngemeinschaften in der Innenstadt, aber das Studentenleben konzentriert sich doch vornehmlich auf dem Ehrenberg, in den Wohnheimen, wo die meisten der Studierenden auch untergebracht sind. Hier befinden sich die Clubs und Cafés, das Hochschulkino und das Campusradio, übrigens das dienstälteste Deutschlands.

Kommunikation wird neben Integration in Ilmenau ohnehin groß geschrieben. Schon in der Einführungswoche geht es gemeinschaftlich auf den Ilmenauer Hausberg "Kickelhahn", wo nicht nur eine fantastische Aussicht lockt. Der Gipfelsturm soll auch gute Noten im Studium bescheren, so der Volksmund. Wer will da schon zuhause bleiben? Für die Integration der ausländischen Studierenden sorgt darüber hinaus das Betreuungsnetzwerk "we4you", das hilft, sich in der neuen Umgebung zu recht zu finden und wohl zu fühlen. Von der fachlichen Begleitung bis hin zum als Kochkurs getarnten Sprachkurs wird alles gegeben, um es den internationalen Gästen so angenehm wie möglich zu machen.

Alle zwei Jahre wird es zudem in der ganzen Stadt kosmopolitisch. Dann wuselt Ilmenau geradezu vor exotischen Besuchern und Studierenden aus fernen Ländern, dann ist "ISWI-Zeit": Die "International Student Week in Ilmenau" empfängt ihre Gäste. Am Rande des Thüringer Waldes diskutieren Studierende aus aller Welt zehn Tage lang die globale Lage, lernen sich näher kennen und erklimmen gemeinsam den "Kickelhahn".

Autor: Sven Näbrich
Redaktion: Stephanie A. Hiller

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