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Wirtschaft

Ikea zahlt Millionen nach Unfällen

Nachdem ihre Kinder durch umgekippte Ikea-Kommoden getötet wurden, erhalten drei Familien in den USA Entschädigungen. Der schwedische Konzern habe einem Vergleich zugestimmt, insgesamt 50 Millionen Dollar zu zahlen.

Dies teilte das Anwaltsbüro Feldman Shepherd Wohlgelernter Tanner Weinstock & Dodig, das die Kläger vertrat, in Philadelphia mit. Ikea bestätigte lediglich, dass ein Vergleich geschlossen wurde, lehnte aber eine weitergehende Stellungnahme ab, da die Vereinbarung noch gerichtlich abgesegnet werden müsse. Es sei, so der Konzern, "für uns zu diesem Zeitpunkt unangebracht, einen Kommentar abzugeben".

Die drei Familien hatten jeweils ein Kind im Alter von zwei Jahren verloren. Die Kleinkinder waren durch umkippende Ikea-Kommoden erschlagen worden. Neben der Entschädigungszahlung für die Hinterbliebenen sieht der Vergleich den Anwälten zufolge auch vor, dass Ikea 100.000 Dollar an Kinderkrankenhäuser und weitere 100.000 an eine US-Stiftung zahlt, die sich für die Sicherheit von Kindern einsetzt.

Umfangreiche Rückrufaktion

Ikea hatte im Sommer nach mehreren Todesfällen von Kleinkindern insgesamt mehr als 37 Millionen Kommoden der Serie "Malm" in den USA, Kanada und China zurückgerufen. Nach Angaben der US-Behörde für Produktsicherheit vom Juni gab es durch Unfälle mit Ikea-Kommoden seit 1989 insgesamt fünf Tote und 31 Verletzte.

Ikea selbst sprach in einer Mitteilung Anfang November lediglich von einem vierten Todesfall im Zusammenhang mit den Malm-Kommoden, der sich schon 2011 ereignet hatte. Der Möbelhersteller hatte darauf hingewiesen, dass die Kommoden gemäß Anleitung an der Wand befestigt werden müssen.

dk/bea (dpa/rtr/afp)