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Aktuell Deutschland

IG Metall macht mit Warnstreiks Druck

Sofort nach Ablauf der tariflichen Friedenspflicht hat die IG Metall mit Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. In zahlreichen Betrieben legten Beschäftigte in der Nachtschicht die Arbeit nieder.

Allein in Nordrhein-Westfalen hätten in 15 Betrieben mehr als 3000 Beschäftigte die Arbeit bis zu eineinhalb Stunden ruhen lassen und vor den Werkstoren demonstriert, teilte die IG Metall mit. Zur größten Kundgebung seien bei zwei Ford-Werken in Köln insgesamt 1500 Beschäftigte zusammengekommen.

Schwerpunkt Autoindustrie

Auch in anderen Bundesländen war von den Warnstreik vor allem die Autoindustrie betroffen. So versammelten sich um kurz nach Mitternacht in Stuttgart 800 Mitarbeiter des Daimler-Motorenwerks zu einer Kundgebung. In Hessen und Rheinland-Pfalz traten nach Angaben der Gewerkschaft mehr als 1500 Arbeitnehmer in elf Betrieben in den Streik. Auch in Bremen (Artikelbild), im Saarland und in Neckarsulm kam es zu Arbeitsniederlegungen. Im Laufe dieses Donnerstags und am Freitag sollen weitere Warnstreiks folgen.

Forderung: 5,5 Prozent mehr

Die IG Metall will damit ihrer Tarifforderung von 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft verlangt für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie außerdem bessere Bedingungen für Altersteilzeit und Weiterbildung. Das erste Angebot der Arbeitgeber, die Entgelte um 2,2 Prozent zu erhöhen, hatte die Gewerkschaft in dieser Woche abgelehnt.

Die IG Metall begründet ihre Forderungen mit der guten Gewinnentwicklung in vielen Unternehmen. Die Arbeitgeber halten dagegen, die Konjunkturaussichten seien sehr unsicher und eine Tariferhöhung von 5,5 Prozent deshalb für völlig unangemessen. Die Tarifverhandlungen werden am 6. Februar in Nordrhein-Westfalen fortgesetzt.

wl/sp (dpa, afp, rtr)