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Kultur

IFA ist Konjunktur-Programm

HDTV - diese vier Buchstaben werden die Zukunft des Fernsehens bestimmen. Neue Geräte zu niedrigeren Preisen sollen der Technik zum Durchbruch verhelfen.

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Branchenhoffnung HDTV

Die Rahmenbedingungen, mit denen die Hersteller von so genannten Consumer Electronic–Produkten in diesem Jahr zur Internationalen Funkausstellung an den Start gehen, dürften andere Branchen erblassen lassen. Wer kann schon angesichts der anhaltenden Konsumflaute Absatzsteigerungen von über 300 Prozent verbuchen.

Der Grund: Eine neue Generation von Fernsehgeräten ist seit der letzten Funkausstellung vor zwei Jahren bei den Käufern zunehmend zum Objekt der Begierde geworden.

Auf ins digitale Zeitalter

Galerie Cebit 2004 Flachbildschirm Exentia

Flachbildschirm: Objekt der Begierde?

"Wachstumsmotor für unsere Branche sind letztlich Innovationen," sagt Hans-Joachim Kamp, Vorsitzender des Fachverbandes Consumer Electronics im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Eine der Innovationen beim Übergang vom analogen ins digitale Zeitalter ist die Verwirklichung des Traums: der flache Bildschirm an der Wand.

Nachdem die IFA 2003 den Weg bereitet hatte, heißt es jetzt, die neuen flachen Fernsehgeräte mit LCD- und Plasmabildschirm hätten die Schwelle zum Massenmarkt überschritten. Mindesten jeder zweite in diesem Jahr verkaufte Fernseher werde ein Flachbildapparat sein, so Kamps Prognose. Bis Ende des Jahres sollen knapp 1,8 Millionen dieser 'Flundern' in den deutschen Wohnungen stehen und damit der guten alten Flimmerkiste – sprich dem Röhrenfernseher – erstmals den Rang ablaufen.

Die meisten werden mit dem Logo 'HD Ready' ausgestattet sein und damit zukunftstauglich für den Fernsehstandart 'High Definition TV', kurz HDTV. Die Messe-Besucher werden sich auf der IFA allerorts von der besseren Bild-Qualität des HDTV im 16:9 Format überzeugen können. Noch in diesem Jahr planen Fernsehsender den eigentlich längst überfälligen Start des regulären Betriebs. Die Übertragung sämtlicher Spiele der Fußball-WM 2006 in dem Format soll dann den endgültigen Durchbruch bringen. Der Einführung von HDTV wird damit eine ähnliche Bedeutung zugeschrieben, wie der des Farbfernsehens Ende der 1960er Jahre.

Zeichen stehen auf Erfolg

IFA Besucher sieht sich Flachbildschirme an, Adler

Bildschirmwand auf der IFA 2003: jetzt soll der Marktdurchbruch folgen

Doch Fernsehen ist nicht alles. Weitere Wachstumsträger, die auf dieser Funkausstellung im Mittelpunkt des Interesses stehen, sind DVD-Rekorder mit oder ohne Festplatte, digitale Camcorder und Kameras, MP3-Player für das mobile Musikarchiv sowie Navigationsgeräte und Handys.

Für Branchenverbandschef Hans-Joachim Kamp stehen die Signale mit Blick auf die Funkausstellung sowie die Zeit danach also eindeutig auf Erfolg. "Wir haben selten in der Vergangenheit so optimistisch nach vorne geschaut, wie in diesem Jahr," so Kamp. "Wir haben eine Fülle von Innovationen, aber wir zeigen auch die Trends, die Morgen oder Übermorgen das Konsumklima positiv beschleunigen werden, wie zum Beispiel Video mobil. Wir werden die Fußball-Weltmeisterschaft, die Tore auf den Handys sehen können."

Die Unterhaltungs- und Kommunikationsindustrie scheint endgültig in der digitalen Welt angekommen zu sein. Nun sollen die Verbraucher auf den Zug aufspringen, damit Industrie und Handel die Früchte der digitalen Revolution ernten können.

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  • Datum 31.08.2005
  • Autorin/Autor Manfred Böhm
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  • Permalink http://p.dw.com/p/77G7
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