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Wirtschaft

IEA: Ölpreise haben Talsohle womöglich erreicht

Der dramatische Verfall der Ölpreise ist nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) womöglich gestoppt. Die Behörde sieht bereits Licht am Ende eines langen Tunnels.

Die IEA bescheinigte den Ölpreisen in ihrem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht eine "beachtliche Erholung", nachdem sie seit Mitte Januar von 28,50 Dollar (25,85 Euro) wieder auf rund 40 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen waren. Dies bedeute zwar nicht, dass das Schlimmste überstanden sei. Es gebe aber Anzeichen dafür, "dass die Preise die Talsohle erreicht haben könnten", urteilte die IEA.

Die Ölpreise sind seit Mitte 2014 von rund 110 Dollar pro Fass ins Bodenlose gestürzt. "Für die Preise gibt es Licht am Ende eines langen, dunklen Tunnels", erklärte die Energieagentur. Demnach finden Angebot und Nachfrage voraussichtlich 2017 ihre "heiß ersehnte Balance" wieder. Es sei aber nicht mit Sicherheit zu sagen, wann genau im nächsten Jahr.

Mögliche Gründe für die Preiserholung

Als einen Faktor für einen Preisanstieg nennt die IEA die von Saudi-Arabien, Venezuela, Katar und Russland angestoßenen Gespräche der Ölproduzenten über ein Einfrieren der bisherigen Produktionsmengen. Dies sei ein "erster Schritt", um die Ölpreise zu stabilisieren, erklärte die Energieagentur. Das Ergebnis der Verhandlungen sei aber ungewiss. Und da es ein großes Überangebot auf dem Ölmarkt gebe, sei für die folgenden Monate nur ein geringer Einfluss auf die Ölpreise zu erwarten.

Hoffnungen für eine weitere Erholung der Ölpreise sieht die IEA auch in der stetigen Nachfrage nach Öl, der jüngsten Dollar-Schwäche und in Versorgungsstörungen im Irak, in Nigeria und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch die Rückkehr Irans auf die Ölmärkte habe sich noch nicht gravierend auf die Ölpreise ausgewirkt.

Es sehe so aus, als würde der Iran nach dem Ende der internationalen Sanktionen "schrittweise" auf den Markt zurückkehren. Im Februar sei die Produktion um 220.000 Barrel pro Tag gestiegen. Teheran hatte ursprünglich angekündigt, seine Produktion sofort um 500.000 Barrel pro Tag zu steigern.

zdh/hb (dpa, afp)

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