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Deutschlehrer-Info

IDV wählt neuen Vorstand in Fribourg

Die Vizepräsidentin und ein Experte wurden ausgewechselt, sonst bleibt im Vorstand des Internationalen Deutschlehrerverbands alles beim Alten. Dafür erfüllt man sich in der nächsten Amtszeit einen langgehegten Wunsch.

Die Wahl des ehrenamtlichen Vorstands fand im August 2017 im Rahmen der Internationalen Deutschlehrertagung (IDT) in Fribourg, Schweiz, statt. Die Mitglieder des neuen Vorstands kommen aus fünf Ländern und drei Kontinenten und amtieren vier Jahre.

Als Präsidentin wurde zum dritten Mal Marianne Hepp aus Italien im Amt bestätigt. „Das ist gar nicht so verkehrt“, lacht sie. „Man braucht nämlich lange, um sich in die komplexen Themen einzuarbeiten.“ In der ersten Periode habe sie sich vor allem mit allen Sachverhalten vertraut gemacht, in der zweiten dann Pläne gemacht. „In meiner dritten Amtszeit können wir diese Projekte jetzt umsetzen.“

Zur Seite steht ihr dabei die neue Vizepräsidentin Monika Janicka, die wie ihre Vorgängerin aus Polen stammt. Die Inderin Puneet Kaur bleibt Generalsekretärin, den Posten als Schatzmeister übernimmt erneut Benjamin Hedzic aus Bosnien-Herzegowina, ebenso wie der Brasilianer Geraldo de Carvalho wieder als Schriftleiter antritt. Bei den drei deutschsprachigen Experten aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, die eine beratende Funktion haben, kam ein neues Gesicht hinzu: Naomi Shafer aus der Schweiz.

IDV bekommt einen Stammsitz

Ein Ziel, für das die Vorstandsgruppe sich lange einsetzte und von dem schon ihre Vorgänger bald nach der  Gründung des IDV vor 50 Jahren in Zagreb träumten, ist endlich erreicht: „Der IDV bekommt einen festen Sitz, das empfinden wir alle als persönliche Bereicherung“, sagt Präsidentin Hepp. „Er ist ja als Wandersitz geboren und war ein halbes Jahrhundert lang an den Dienstorten der jeweiligen Präsidenten ansässig. Bei jedem Umzug musste man also die ganzen Herausforderungen von der Gründung bis zur Kontoeröffnung neu stemmen. Demnächst gibt es endlich eine Grundsicherheit und Kontinuität mit festen Ansprechpartnern.“ 

Marianne Hepp (Privat)

Marianne Hepp freut sich auf ihre dritte Amtszeit

Die Wahl des IDV fiel auf Leipzig, wo man schon lange eng mit der interDaF e.V. am Herder-Institut der Universität zusammenarbeitet. „Die Mitarbeiter dort setzen sich sehr für unser DACHL-Seminar ein, bei dem regelmäßig 20 Lehrkräfte in die deutschsprachigen Länder kommen, an Workshops teilnehmen und in die Landeskunde eintauchen“, so Hepp.

Ein zweites großes Ziel der Präsidentin ist es, eine Verbindung zu China herzustellen. „Wir sind auf einem sehr guten Weg“, verrät sie. „Vielleicht gibt es ja auch dort bald einen Mitgliedsverband.“

Weltweit vernetzt 

Der IDV vertritt derzeit ca. 250.000 Deutschlehrer auf der ganzen Welt und hat 104 Mitgliedsverbände in 85 Ländern. Neben der fachlichen Unterstützung von Deutschlehrern weltweit und der Förderung und Weiterentwicklung des Fachs Deutsch als Fremdsprache (DaF) organisiert der Verband zahlreiche Veranstaltungen.

Dazu zählt auch die Internationale Deutscholympiade (IDO), die alle zwei Jahre stattfindet und sich an Deutschlerner aus dem Ausland richtet. Die Internationale Deutschlehrertagung organisiert der Verband alle vier Jahre. 2017 nutzten rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Woche lang ein umfangreiches Fachprogramm.

Einmal bei der IDT dabei sein - trotz aller Hindernisse

Loreta Adamyan (Benjamin Hedzic)

Es war ein Herzenswunsch von Loreta Adamyan, die IDT zu besuchen

Für viele Lehrkräfte war das aus finanziellen Gründen gar nicht so einfach. Loreta Adamyan aus Armenien zum Beispiel verdient monatlich rund 200 Euro, wollte aber unbedingt zur Tagung. „Es war nicht einfach, denn schon die Reisekosten erwiesen sich als nicht billig, allein der Flug hat mich zwei Monatsgehälter gekostet“, berichtet sie. Für das Hotel und fürs Essen gingen zwei weitere Gehälter drauf. Die Tagungsgebühr übernahm schließlich der IDV.

Loreta Adamyan schrieb anschließend an den Vorstand. „Wenn man den großen Wunsch hat, die einzige Welttagung für Deutsch als Fremdsprache zu besuchen und sein Land bei einer wichtigen verbandspolitischen Sitzung, wie es diejenige des IDV ist, zu vertreten, kann man sogar von so wenig Geld sparen und sein Ziel erreichen. Ich habe dieses Ziel erreicht, worauf ich sehr stolz bin! Die IDT war ein ganz einmaliges Erlebnis.“

Die nächste IDT findet 2021 in Wien statt.

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