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Kultur

Ideen und ihre Wirklichkeit

Die Faszination der griechischen Klassik ist ungebrochen. Wie tief das Erbe dieser Epoche in unsere Gegenwart eingedrungen ist, zeigt jetzt eine spektakuläre Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau.

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Der trunkene Dichter Anakreon, eine Leihgabe aus Kopenhagen

Ein solch dichtes Bild des Altertums ist noch nie zuvor gezeichnet worden. So sehen es zumindest die Ausstellungsmacher in Berlin. Mit rund 700 Kunstwerken aus über 100 Museen in aller Welt zeichnet die Schau "Die griechische Klassik – Idee oder Wirklichkeit" die Epoche vom Ende des 5. Jahrhunderts bis 79 vor Christus nach. Eine "Sozialgeschichte der Klassik" möchte Wolf-Dieter Heilmeyer, Leiter der Antikensammlung und Chefkurator der Ausstellung, präsentieren.

Original oder Kopie ?

Der Besucher erfährt vor allem eines: das, was wir als "klassisch" bezeichnen, ist nicht selten die Kopie eines Originals. Idee und Wirklichkeit, deshalb auch der Untertitel der Ausstellung, sind nicht immer eindeutig zu unterscheiden. Oft erweisen sich "klassische" Idealbilder als Rekonstruktionen des griechischen Kanons, der erstmals von Polyklet niedergeschrieben wurde.

Archäologie der Klassik

Von der "Wirklichkeit" im 5. Jh. v. Chr. ist nur wenig erhalten. Fragmente, Scherben - was in der Ausstellung zu einem ganzen Bild zusammengefügt wurde, ist Rekonstruktion, Ergebnis einer archäologischen "Schicht-Grabung", wie Heilmeyer die Neu-Präsentation der griechischen Klassik auch bezeichnet. Der Besucher erhält einige neue Puzzlesteine für sein Klassik-Bild: Neben noch nie zuvor in der Öffentlichkeit gezeigten Objekten ergänzen Alltagsgegenstände wie Werkzeuge und Mobiliar die Zeugnisse der ersten "demokratischen" Kultur.

Spektakuläre Leihgaben aus aller Welt

Gruppe der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton

Die Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton

In den Fokus des Besucherinteresses werden zunächst die spektakulären Leihgaben gerückt, allen voran die Tyrannenmördergruppe aus Neapel. Sie gestaltet ein Motiv, das zum Gründungsmythos der griechischen Demokratie wurde. Präsentiert werden die Befreier Athens im zur Agora (Marktplatz) umgestalteten Lichthof des Gropius-Baus. Wie im Altertum soll hier ein Platz entstehen, an dem man sich trifft, um sich zu unterhalten und auszutauschen. Führungen und Begleitprogramme beginnen hier.

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