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Top-Thema – Podcast

Ideen für eine bessere Welt

Ideen haben und sie wahr werden lassen – das lernt man in der "Akademie für Visionautik" in Berlin. Hier entwickeln die Teilnehmer Lösungen für unterschiedlichste Probleme. Ihr Ziel ist es, die Welt zu verbessern.‎

Hannah Tomsic aus Slowenien steht im Aufzug und erzählt zwei fremden Frauen: "Hallo, ich heiße Hannah. In fünf Jahren werde ich ein Burnout-Zentrum in Slowenien gründen." "Elevator Pitch" heißt diese Übung, in der die "Visionauten" in 20 Sekunden – also etwa die Länge einer Aufzugfahrt – ihre Vision für eine bessere Welt vorstellen. Elena aus Italien zum Beispiel will das Verkehrsproblem in Rom mit einer neuen Form der Mitfahrzentrale lösen.

Boris Goldammer und seine Frau Jutta sind die Gründer der "Akademie für Visionautik". Zweimal im Jahr organisieren sie zehntägige Werkstätten, die von der Europäischen Union gefördert werden. Die Idee ist, so erklärt Boris Goldhammer, "die schwerwiegenden Probleme unserer Zeit mit spielerischer Leichtigkeit anzugehen".

Jede Werkstatt hat zwei Phasen: Entwicklung und Umsetzung. Zuerst geht es darum, Ideen zu haben oder zu konkretisieren. Dann wird ein Plan erstellt, wie man diese Ideen in die Tat umsetzen kann. Dabei geht es nicht nur um das Projekt selbst, sondern auch um die Persönlichkeit der Visionauten.

Nach der Werkstatt liegt es an den Visionauten, ihre Ideen für eine bessere Welt wahr werden zu lassen. Wie dies geht, haben sie gelernt. Teilnehmerin Veronika erzählt: "Mein Projektplan steht, ich kenne jetzt meine konkreten nächsten Schritte, und mein Kalender ist voll."

Glossar

Akademie, die – hier: eine Art Schule, die Menschen ausbildet

Vision, die – die Zukunftsidee

Burnout-Zentrum, das (aus dem Englischen) – eine Art Krankenhaus für Menschen, die wegen zu viel Stress krank geworden sind

Mitfahrzentrale, die – eine Organisation, über die sich Menschen mit dem gleichen Reiseziel finden können, um gemeinsam (z. B. mit nur einem Auto) zu reisen

Werkstatt, die – hier: der Kurs

etwas fördern – hier: etwas finanziell unterstützen

schwerwiegend – schlimm; stark

spielerisch – wie im Spiel; nicht ernst

Leichtigkeit, die – hier: der Spaß

(ein Problem) angehen – die Lösung für ein Problem suchen

Phase, die – der Teil; der Zeitabschnitt

Umsetzung, die – die Verwirklichung; die Durchführung

es geht um etwas – man beschäftigt sich mit etwas

etwas konkretisieren – hier: etwas genauer planen

etwas erstellen – etwas machen

Persönlichkeit, die – der Charakter eines Menschen; die Stärken und Schwächen

etwas (in die Tat) umsetzen – etwas durchführen; etwas machen

etwas liegt an jemandem – jemand ist (selbst) für etwas verantwortlich

etwas steht – hier: etwas ist fertig

Fragen zum Text

1. Was macht Hannah Tomsic im Aufzug?

a) Sie hat Lust, sich mit den anderen Fahrstuhlgästen zu unterhalten.

b) Sie ist auf dem Weg ins Burnout-Zentrum.

c) Sie übt, Ihre Idee in kurzer Zeit gut zu erklären.

2. In der Akademie für Visionautik lernen die Teilnehmer, …

a) wie man Probleme durch Spiel und Spaß vergessen kann.

b) Ideen zu haben und diese richtig umzusetzen.

c) Verkehrsprobleme zu lösen.

3. In der zweiten Phase der zehntägigen Werkstatt geht es darum, …

a) Pläne zu entwickeln.

b) Ideen zu haben.

c) seine Persönlichkeit zu verändern.

4. Teilnehmerin Veronika freut sich, weil sie …

a) jetzt weiß, wie sie ihr Projekt in die Tat umsetzen wird.

b) in der Werkstatt viele interessante Menschen kennengelernt hat.

c) die Welt verbessert hat.

5. In welchen Satz kann man das Wort "an" nicht einsetzen?

a) In den Werkstätten lernen die Teilnehmer, Probleme auf eine neue Art ___zugehen.

b) Nach den Werkstätten liegt es ___ den Teilnehmern, ihre Projekte durchzuführen.

c) In der "Akademie für Visionautik" geht es ___ das Ziel, die Welt zu verbessern.

Arbeitsauftrag

Führen Sie in der Gruppe die erste Phase einer Visionautik-Werkstatt durch. Machen Sie dazu ein fünfminütiges Brainstorming zu der Frage: "Wie/womit könnte man die Welt verbessern?" Die Ideen müssen nicht realistisch sein – alles ist erlaubt. Anschließend darf sich jede/r für eine Idee entscheiden und hierfür einen kurzen Projektplan (in ganzen Sätzen) schreiben.

Autorinnen: Nadine Wojcik/Anne Gassen

Redaktion: Ingo Pickel

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