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Interaktiv

"Ich habe Respekt für die Behandlung der Wirtschaftskrise"

Diese Woche sorgte das Sparpaket der Bundesregierung zur Konsolidierung des Haushalts für Gesprächsstoff. Weiterhin in der Diskussion: Israels Angriff auf die Gaza-Hilfsflotte und die Bemühung des Landes um Aufklärung

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Ich habe Respekt für die Behandlung der Wirtschaftskrise durch die Regierung in Berlin. Man hat sich bemüht, die innere Spannung zu reduzieren, also die Arbeitslosigkeit unter Kontrolle zu halten, sowie Finanzspritzen für andere Staaten vorzubereiten. Hätte man mit "laissez-faire" auf die Krise reagiert, wären jetzt sicher Viele vom Müllsammeln abhängig. (K. Krasimir, Bulgarien)

"Wir werden also, bei sonst gleichen Verhältnissen, jenes Land als auf der höheren Stufe volkswirtschaftlicher Entwicklung stehend zu bezeichnen haben, in welchem der Mittelstand am meisten vertreten ist. Wo aber der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine direkt dem Verderben entgegenreifende Entwicklung vor uns, und zwar umso sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozess des Mittelstandes begleitet." ( Dr. Gustav Ruhland, Professor der Nationalökonomie, Berlin 1895)

Manche Dinge werden immer wieder "vergessen". Insbesondere gilt dies für die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, hervorgerufen durch eine seit jeher fehlerhafte Geld- und Bodenordnung, die bisher jede Volkswirtschaft in der gesamten Kulturgeschichte zerstörte. Allerdings konnte der Krieg - zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten - nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab! Also bleibt nur zu hoffen, dass bald auch die Allerdümmsten begreifen werden, dass die größte Dummheit darin besteht, sich für "schlauer" zu halten. (Stefan Wehmeier, Deutschland)

Gaza-Flotte

Schon wieder so eine Farce. Nun wollen die Täter auch noch selber ihre eigenen Untaten untersuchen. Israel sitzt auf der Anklagebank der internationalen Völkergemeinschaft, will aber gleichzeitig Staatsanwalt und Richter sein. Laut Medienberichten dürfen israelische Armeeangehörige, mit Ausnahme des Generalstabschefs, nicht zu den Vorgängen befragt werden. Offenbar plant eine Gruppe deutscher Juden, ein weiteres Schiff mit Hilfsgütern nach Gaza zu bringen. Es wäre wünschenswert, wenn sich auch Deutsche anderer Konfessionen an dieser Aktion beteiligen würden. (Gerhard Lange, Deutschland)

Auch ich halte die Erstürmung der internationalen Hilfsflotte durch israelische Soldaten in internationalen Gewässern für eine Provokation. Dass dabei Zivilisten getötet wurden, steigert das Ganze zu einem Akt des Staatsterrorismus. Mit meinem Beileid an die Hinterbliebenen der Getöteten geht einher die Furcht, dass solche kriminellen Aktionen von Seiten Israels Öl in das Feuer fundamentalistischer Geister innerhalb der türkischen Gesellschaft gießen. Als Türke sehe ich eine große Gefahr darin, falls Israel dieses Feuer weiterhin schürt, dass mein Land seinen Blick Richtung Europa abwendet und sich verstärkt dem Nahen und Mittleren Osten zuwendet. Ich jedoch wünsche mir die Türkei als politisches und kulturelles Bindeglied zwischen Okzident und Orient, das es geographisch seit jeher war. (A. P. Tavsel, Türkei)

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