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Wirtschaft

IBM wertet Twitter-Nachrichten aus

Der US-Intenetkonzern Twitter hat einen neuen Weg gefunden, die Informationen in den Millionen über Millionen Kurznachrichten zu Geld zu machen. Gemeinsam mit IBM will Twitter die Datenflut für Unternehmen auswerten.

In einem Blogbeitrag kündigte "Computerdino" IBM an, er werde gemeinsam mit Twitter den täglichen "Tsunami" von etwa 500 Millionen Tweets auswerten, um Firmenkunden wie Banken, Reiseanbietern oder Einzelhändlern einen schnellen Überblick über aktuelle öffentliche Debatten, Meinungen und Ideen liefern zu können.

Eine zentrale Rolle soll dabei offenbar dem IBM-Supercomputer Watson (Artikelbild) zukommen, der wegen seiner starken Rechenkraft enorm große Datenmengen auswerten kann. Twitterchef Dick Costolo nannte die Kooperation mit IBM einen "wichtigen Meilenstein" für sein Unternehmen.

Service für Unternehmen

Twitter teilte in seinem Blog weiter mit, die Allianz solle Unternehmen dabei helfen, sich ein besseres Bild über ihren Ruf und ihre Aktivitäten zu machen. Sie könnten zum Beispiel Fragen wie "Was mögen Kunden am meisten an unseren Produkten?" in die Analyse-Software von IBM eingeben und eine entsprechende Auskunft erhalten.

Twitter ist ein Online-Netz, mit dem kurze Textbotschaften, Fotos und Videos ins Internet gestellt werden können. Viele Firmen nutzen das Angebot bereits, um mit Kunden in Kontakt zu treten oder neue Produkte zu bewerben. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 284 Millionen aktive Nutzer.

Partner mit Problemen

Seit seiner Gründung 2006 schreibt Twitter permanent rote Zahlen. Auch im Ende September zu Ende gegangenen Quartal stand unter dem Strich erneut ein Minus. Es war mit 175 Millionen Dollar noch dazu drei Mal so groß wie das im dritten Quartal 2013.

IBM seinerseits tut sich schwer, sich vom IT-Urgestein zum modernen Hightech-Konzern zu wandeln. Die Geschäfte liefen zuletzt enttäuschend. Mitte Juli hatte das Unternehmen eine Kooperation mit dem Smartphone-Riesen Apple beschlossen. Gemeinsam sollen Apps zum Management von Geschäftsprozessen für iPhone und iPad entwickelt werden. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten und Firmenkunden iPhones und iPads verkaufen.

wl/re (dpa, rtr)