1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Ibisevic schießt Stuttgart nach Europa

Der VfB Stuttgart ist in die Gruppenphase der Europa League eingezogen. Nach dem 2:0-Hinspielsieg reichte dem VfB im Rückspiel gegen Dynamo Moskau ein Remis. Ibisevic wurde erneut zum Matchwinner.

Der Stuttgarter Vedad Ibisevic. Foto: dpa

Vedad Ibisevic

Es war eher eine Pflichtaufgabe als eine nervenaufreibende Angelegenheit. Dennoch dürfte den Verantwortlichen des VfB Stuttgart ein großer Stein vom Herzen gefallen sein, als der Schlusspfiff in Moskau ertönte. Mit 1:1 (0:0) schaffte die Elf von Bruno Labbadia den Einzug in die Gruppenphase der Europa League, denn das Hinspiel in Stuttgart hatte sie gegen Dynamo Moskau mit 2:0 für sich entschieden. Die Moskauer Mannschaft rund um den ehemaligen deutschen Nationalstürmer Kevin Kuranyi hatte nichts Zwingendes entgegenzusetzen.

"Wir haben von Anfang an Druck gemacht", sagte Kuranyi, der selbst einmal für den VfB Stuttgart gespielt hatte. "Dann bekommen wir ein blödes Gegentor, damit war alles vorbei. Wenn es nicht gegen uns gewesen wäre, hätte ich mich sehr für den VfB gefreut." VfB-Sportdirektor Fredi Bobic war begeistert: "Das war ein geiler Tag heute. Die Jungs haben lange gebuckelt, um in der Europa League spielen zu dürfen. Jetzt haben sie es geschafft."

Ibisevic trifft erneut

Viele hatten vermutet, dass Stuttgart noch an der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Wolfsburg zum Bundesligastart zu knabbern hätte: Vedad Ibisevic hatte leichtfertig einen Elfmeter verschossen. Fast im Gegenzug hatte der VfB daraufhin das spielentscheidende Gegentor kassiert. Doch in Moskau gelang den Stuttgartern der bessere Start: Martin Harnik traf in der 27. Minute den Pfosten und sorgte damit für die größte Chance der ersten Halbzeit.

Nikita Chicherin (L) von Dynamo Moskow im Zweikampf mit Shinji Okazaki vom VfB Stuttgart. (Foto: EPA/YURI KOCHETKOV EPA/YURI)

Stuttgart setzte sich überlegen gegen Dynamo Moskau durch

Ibisevic, der schon das Hinspiel im Alleingang mit seinem Doppelpack für den VfB entschieden hatte, steckte seinen Liga-Fehlschuss weg und brachte die Stuttgarter in der 64. Minute mit 1:0 in Führung. Das war die Vorentscheidung. "Ich freue mich riesig für Vedad Ibisevic", sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia. "Wir haben ihm nach dem Fehlschuss vom Wochenende intern gesagt, wie wichtig er für uns ist. Das war eine fantastische Antwort von ihm." Der Ausgleich durch Aleksandr Kokorin (78.) brachte die Stuttgarter nicht weiter in Bedrängnis. Hochverdient zogen sie in die Gruppenphase ein.

Hannover muss noch zittern

Die Bundesliga ist also in der Europa League durch Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart mit mindestens zwei Mannschaften vertreten; Hannover 96 muss sich noch am Donnerstag (30.08., 20:45 MESZ) nach dem 5:3-Hinspielsieg über Slask Breslau qualifizieren. Die Auslosung der Gruppenphase findet am Freitag (31.08.) in Monaco statt. Bobic freut sich schon darauf: "Wir hoffen jetzt natürlich, dass wir in der Gruppe gute Partien ziehen." Auch Trainer Labbadia ist gespannt: "Wenn man sich die Mannschaften in der Europa League anguckt, ist das fast Champions-League-Niveau."