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Afrika

Ian Khama bleibt Präsident Botsuanas

Die bereits seit 1966 regierende "Demokratische Partei Botsuanas" hat die Parlamentswahl wieder klar für sich entschieden. Damit ist auch sicher: Staatschef Ian Khama bleibt an der Macht.

Ian Khama (Archiv-Foto: dpa)

Der alte neue Präsident von Botsuana, Ian Khama

In Botsuana hat die seit der Unabhängigkeit des Landes regierende "Demokratische Partei" (BDP) die Parlamentswahl vom Freitag mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Wie die Wahlkommission mitteilte, verfügt die BDP künftig über 45 der 57 Sitze im Parlament. Elf Mandate gingen an die Opposition aus "Nationaler Front Botsuanas" und der "Kongresspartei Botsuanas". Ein Sitz ist einem unabhängigen Kandidaten vorbehalten.

Wahl ohne Zwischenfälle

Eine Wahlbeobacher-Mission der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) würdigte die Abstimmung als "friedlich, glaubwürdig, frei und fair".

Nach Verkündung des Wahlsiegs der BDP versammelten sich zahlreiche Parteianhänger zu einer Siegeskundgebung in der Hauptstadt Gaborone. "Ich werde dafür sorgen, dass wir euch als Regierungspartei nicht enttäuschen werden", sagte Staatspräsident Ian Khama vor der jubelnden Menge. Der 56-Jährige soll am Dienstag (20.10.2009) für eine fünfjährige Amtszeit vereidigt werden.

Menschen mit Wahlplakat der BDP (Foto: AP)

Khama hatte 2008 als damaliger Vizepräsident die Nachfolge von Staatschef Festus Mogae angetreten, der nach zehnjähiger Amtszeit seinen Rücktritt erklärt hatte. Ian Khama ist der Sohn des Gründungspräsidenten von Botsuana, Seretse Khama.

Im Ausland hat sich Ian Khama großes Ansehen erworben, vor allem wegen seiner Kritik am Präsidenten des benachbarten Simbabwe, Robert Mugabe. Intern hatte es jedoch in jüngster Zeit immer mehr Kritik an Khamas Führungsstil gegeben.

Politische Stabilität

Botsuana mit seinen rund 1,8 Millionen Einwohnern gilt als demokratisches Musterland auf dem afrikanischen Kontinent. Obwohl das Nachbarland Südafrikas der weltgrößte Produzent von Diamanten ist, herrschen auch in Botsuana Armut und Arbeitslosigkeit. Die weltweite Wirtschaftskrise hat zudem die Nachfrage nach Edelsteinen massiv einbrechen lassen.


Autor: Christian Walz (afp/dpa/ap)
Redaktion: Reinhard Kleber

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